Einigung erst in 3 Bundesländern

Corona: Chaos um Gratis-Tests

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Schon nächste Woche kostet der 6. PCR-Test. Noch ist vieles offen. Fix: Es wird teuer.
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Wien. Kein Scherz: Ab 1. April soll laut Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) der 6. PCR-Test etwas kosten. Und zwar von 40 Euro bis zu 138 Euro.

Übergangsphase? Anscheinend wird auch angedacht, dass im April 10 PCR-Tests kostenlos sind. Fix: Wiener können auch in NÖ 5 PCR-Tests gratis machen, also insgesamt 10.

Gurgeltest: Wie nutzen Ältere Handy & Internet?

Chaos. Der Gesundheitsminister hat jetzt noch genau eine Woche, um zu regeln, wie die Sache mit dem 6. Test genau ablaufen soll. Wie kontrolliert man das? Der Vizepräsident der Ärztekammer Johannes Steinhart sagt: „Wir Ärzte brauchen rasch Klarheit zur ­Corona-Teststrategie.“

Vieles unklar. „Ab 1. April wird die Teststrategie nicht einfacher. Es sind noch ­viele Fragen ungeklärt“, sagt auch Kärntens Gesundheitsreferentin Beate Prettner (SPÖ). Gratistests gibt es vor Pflegeheimen, Krankenhäusern und für Menschen mit Symptomen.

Apotheken-Tests wackeln. Das Gesundheitsministerium möchte nur die Tests zahlen, die im Screening-Programm der Länder sind.

Das sind die Gurgeltests. Dafür muss man sich mit dem Smartphone filmen und das Ergebnis via Internet streamen. Schwierig für ältere Menschen …

Apotheken-Tests sind bisher nur in drei (!) Bundesländern im Screening-Programm. Und zwar in der Steiermark, in Salzburg und Oberösterreich. Überall sonst gibt es Stand jetzt ab 1. April gar keine einfachen Abstrichtests gratis!

Ulrike Mursch-Edlmayr, die Präsidentin der Apothekerkammer, appelliert in ÖSTERREICH: „Gerade ältere Menschen, die vom ­Coronavirus besonders gefährdet sind, schätzen die einfache und niederschwellige Testmöglichkeit vor Ort in der Apotheke.“

Nachtgastro fordert Gratis-Tests, sonst droht das Aus

Wien. Die Clubbesitzer schlagen Alarm. Es droht das Aus, warnt Branchensprecher Stefan Ratzinger in ÖSTERREICH: „Die Nachtgastronomie wurde nach exakt zwei Jahren am 5. März wieder geöffnet“, sagt er. Man benötigte zum Besuch von Diskotheken, Clubs und Bars keinen Nachweis und keine Maske. Ausgenommen in Wien; hier gilt ständig die 2-G-Regelung. In den anderen acht Bundesländern müssen Clubs zwischen Maske und 3G wählen.

"Unmöglich, nach zwei Jahren Dauersperre"

Protest. Ein Betrieb mit Maskenpflicht sei „wirtschaftlich nicht möglich“, so Ratzenberger. Bei der 3-G-Regel müssen alle Besucher aber für den 6. PCR-Test zahlen.

„Es wird für mehr als ein Drittel der österreichischen Jugend nicht möglich sein, die Nachtgastronomie zu besuchen, denn die fünf PCR-Tests reichen nicht einmal für Anlässe wie den Besuch der Großeltern im Altersheim oder für den Arbeitgeber. So ein Test kostet rund 150 Euro. Das kann und wird sich kein Jugendlicher leisten“, warnt Ratzenberger. Er fordert von Minister Rauch dringend die Beibehaltung der Gratistests. Sonst drohe das Aus der Nachtgastronomie.

(bra)