Politik-Insider von Isabelle Daniel
Der rote Machtkampf: Wie Rendi jetzt kontert
In der SPÖ brechen nach dem Parteitags-Flop Kämpfe aus.
Kampf
Die Streichungen gegen SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner seien „letztklassig gewesen“, sagt der steirische SPÖ-Chef Anton Lang. Während die SPÖ Burgenland, Ex-SP-Geschäftsführer Max Lercher und Niederösterreichs Franz Schnabl jegliche Schuld an dem Desaster-Parteitag in Rot von sich weisen. Wie berichtet, hat Rendi-Wagner dort nur 75 Prozent als Parteichefin erhalten.
Kritik: Rendi-Wagner ist kampfeslustig
Jetzt brechen Machtkämpfe aus. Den ganzen gestrigen Tag fanden Krisensitzungen an. Die Wiener SPÖ – allen voran Bürgermeister Michael Ludwig – sowie rote Gewerkschafter zeigen sich hinter den Kulissen entgeistert über das Ergebnis, aber auch über die „Rebellen, die das zu verantworten haben“. Offiziell schweigen sie jetzt, um nicht „noch mehr Öl ins Feuer zu gießen“.
Es sei „tragisch, dass die FPÖ disziplinierter ist als wir“, sagt ein roter Spitzenvertreter.
Konter. Rendi-Wagner selbst geht nun in die Offensive. Im oe24.TV-Interview macht sie kein Hehl daraus, dass sie „bleiben wird. Die 75 Prozent sind ein Auftrag“ und diese werde sie „nicht enttäuschen“.
Sie will auch an ihrem Team festhalten. In der SPÖ sagen aber auch Rendi-Wagner-Fans, dass „sie an der Geschäftsführung was ändern muss. Irgendein Zeichen muss sie jetzt setzen“. Gemeint ist damit SP-Geschäftsführer Christian Deutsch. Was ausgeschlossen wird, ist, dass sie sich einen Vertrauten von Hans Peter Doskozil „reinsetzen“ lasse. Dieser sei „so oder so nicht einbindbar“.