Maske am Gang bleibt
Eltern-Aufstand gegen Masken-Pflicht in Schule
Wien. Während sich die meisten über neue Maskenfreiheiten freuen, steigt der Unmut in den Schulen. Ab heute sind 1,1 Millionen Schüler wieder in den Klassen – das Ende der Osterferien bringt ihnen aber keine neuen Freiheiten.
Weiterhin müssen die Kinder und Jugendlichen außerhalb der Klassen, also in den Gängen und im Speisesaal, einen Mund-Nasen-Schutz (bis Unterstufe) oder eine FFP2-Maske (Oberstufe) tragen. Trotz großflächiger Lockerung für die restliche Bevölkerung (Maskenpflicht fällt fast überall) will Bildungsminister Martin Polaschek die Regeln nicht ändern: „Wenn es möglich ist, werden wir weitere Schritte zurück zur Normalität setzen“, sagt er zu ÖSTERREICH.
"Sie stecken sich genauso in der Klasse an"
Kritik. Völlig unverständlich findet das etwa der Wiener Elternverband. Die Mitglieder fordern das Ende der Maskenpflicht auch außerhalb der Klassenräume. „Es ist schwer nachvollziehbar, dass bei Veranstaltungen keine Maskenpflicht besteht, in Schulgebäuden aber schon“, sagt Elisabeth Fröhlich vom Elternverband. Schüler sollen entlastet werden, sie hätten so viel zur Eindämmung der Pandemie beigetragen.
Der Virologe Norbert Nowotny sagt im ÖSTERREICH-Gespräch: „Masken sind nur dort Pflicht, wo vulnerable Gruppen hinmüssen. Das schließt Schulen eigentlich nicht mit ein. Die Schüler tragen während des Unterrichts keine Maske – da bringt es auch nichts mehr, wenn sie sie in der Pause tragen müssen. Wenn, dann stecken sie sich in der Klasse genauso an.“