oe24 hat geheimen Tirol-Plan

Einreiseverbot für Zweitwohnsitze geplant

Heute soll die Regierung über Maßnahmen für Tirol gegen die Mutationen entscheiden.
Zur Vollversion des Artikels

Quarantäne für Tirol, für einzelne Tiroler Bezirke oder gar nur freiwillige Massentests? Darum geht es in langwierigen Gesprächen zwischen Tirols Landeshauptmann Günther Platter und Gesundheitsminister Rudolf Anschober. Heute am Abend oder spätestens morgen soll darüber nun eine Entscheidung getroffen werden.

Einreiseverbot

Laut oe24-Informationen ist die Quarantäne-Option nach dem Widerstand von Landeshauptmann Platter vom Tisch. Als Kompromiss soll nun aber ein Einreiseverbot für Zweitwohnsitze kommen. Damit will man auch den illegalen Tourismus in Skiorten in den Griff bekommen.

Zudem soll es eine totale Test-Offensive vor allem im Bezirk Schwaz gehen. Das Land Tirol setzt weiterhin auf Massntests und einem intensiven Contact Tracing.

Diskutiert wurde auch eine Teil-Abschottung" des Bundeslandes, wonach Reisen in ein anderes Bundesland nur noch in Ausnahmefällen möglich sei, etwa zur Arbeit oder im Krankheitsfall. Diese Option scheint laut oe24-Informationen vorerst aber auch vom Tisch zu sein.

165 Fälle bestätigt

In Tirol waren mit Stand Samstagabend 165 Fälle der südafrikanischen Coronavirus-Mutation bestätigt worden - davon waren aber nur mehr acht Personen aktiv positiv. Der Schwerpunkt der Fälle liegt laut Land im Bezirk Schwaz und Umgebung. Bei "Massentests" im Bezirk

Schwaz wurden zudem bisher 1.500 Testungen durchgeführt - nur sieben davon waren positiv. Die Zahl an Infizierten war im Bundesland von 1.232 am Freitag auf 1.196 am Samstag gesunken. Die Sieben-Tages-Inzidenz lag Samstagabend laut den Daten der AGES in Tirol mit 99,7 unter dem Österreich-Schnitt. Letzterer lag bei 105,0.

Die Verschärfungs-Debatte ins Rollen gebracht hatte die Innsbrucker Virologin Dorothee von Laer, die sich für eine Isolation sowie einen verlängerten Lockdown ausgesprochen hatte. Landeshauptmann Platter erteilte solchen Maßnahmen jedoch eine Absage, man setze stattdessen auf die mit dem Bund abgestimmten Maßnahmen wie etwa flächendeckende Tests und intensiviertes Contact-Tracing.