Notverordnungsrecht

Graz-Wahl: FPÖ schließt gleich zwei Vize-Obmänner aus

17.05.2026

In der Grazer FPÖ sind kurz vor der Gemeinderatswahl am 28. Juni mit Bernhard Dohr und Fabian Gutschreiter zwei stellvertretende Stadtparteiobleute per Notverordnungsrecht aus der Partei ausgeschlossen worden. 

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© APA/ERWIN SCHERIAU
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Das bestätigten die Freiheitlichen am Sonntag. Auf Dohrs Listenplatz habe es eine entsprechende Nachrückung gegeben. Ende Februar noch war Dohr, Volkswirt und Politikwissenschafter, als Listendritter präsentiert worden. 

Notverordnungsrecht  

Bei Dohr handelt es sich auch um den Ex-Pressesprecher von Ex-Vizebürgermeister Mario Eustacchio, der derzeit als wilder Abgeordneter im Grazer Gemeinderat sitzt. Von steirischen Medien wurde am Sonntag gemutmaßt, dass der Ausschluss der Grund gewesen sein könnte, weshalb keine Medien zum FPÖ-Wahlkampfauftakt zur Wochenmitte in der Grazer Seifenfabrik geladen wurden. "Nein, das eine hat mit dem anderen nichts zu tun", so der Landesparteisekretär und Klubchef im Landtag, Marco Triller, in der "Kleinen Zeitung". Ein FPÖ-Sprecher sagte der APA, dass der Ausschluss am vergangenen Mittwoch im Landesparteivorstand einstimmig erfolgt sei. Den genauen Grund dafür wollte man nicht verraten, aber es lägen Beweismittel in schriftlicher Form vor, von denen der Landesparteivorstand erst kürzlich Kenntnis erlangt habe.

Triller hatte in dem Zeitungsbericht auf das Parteigericht verwiesen, falls die beiden Ausgeschlossenen berufen sollten. Laut einer FPÖ-Aussendung sollen Dohr und Gutschreiter in den vergangenen Monaten ein Verhalten gezeigt haben, das als systematische Illoyalität gegenüber der Partei zu werten sei und den Zusammenhalt der Partei gefährde. Auf den dritten Listenplatz von Dohr ist Wolfgang Lueger nachgerückt.