Qualzüchtung

Grüne kämpfen gegen Tierschutznovelle

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Den Grünen zufolge sind nach der Reform erst wieder Qualzüchtungen möglich. Das wollen sie verhindern.

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Tierschützer in ganz Österreich schlagen Alarm. Sie befürchten durch eine Gesetzesnovelle der zuständigen Ministerin Andrea Kdolsky eine deutliche Verschlechterung im Tierschutz. „Wir stehen vor einem Rückschritt“, warnt Brigid Weinzinger, Tierschutz-Sprecherin der Grünen im ÖSTERREICH-Interview.

Qualzucht
Grund für die Aufregung: Nach dem wegweisenden Gesetz, das 2005 in Kraft getreten ist, gibt es nun wieder einige heftig umstrittene Regelungen. So dürfen Hunde und Katzen künftig wieder in Zoofachhandlungen ausgestellt werden. Kaninchen dürfen weiterhin in kleinen Drahtkäfigen gehalten werden. Die Grünen kritisieren außerdem, dass auch die sogenannte „Qualzüchtung“ gestattet ist – und zwar nicht nur bei Rassehunden wie Doggen oder Boxer, sondern auch bei landwirtschaftlichen Nutztieren, etwa mit abnormal großen Eutern.

Demo
Doch auch die radikalsten Tierschützer erkennen auch positive Ansätze in der Novelle, zum Beispiel das vehemente Vorgehen gegen Tierschmuggler. Ungeachtet dessen sind bereits umfangreiche Protestaktionen angekündigt. So demonstriert die Organisation „Vier Pfoten“ morgen Vormittag vor dem Parlament, wo das Gesetz zeitgleich im zuständigen Parlamentsausschuss behandelt wird.

Ministerin Andrea Kdolsky weist alle Vorwürfe der Tierschützer zurück und feiert das Gesetz als „enormen Fortschritt“. Es gebe erstmals klare Regelungen für die Käfighaltung und eine überprüfbare Situation für den Handel von Welpen. Die Grünen hätten die Gesetzesvorlage offensichtlich nicht verstanden, so Kdolsky.

Am Freitag wollen die Grünen im zuständigen Parlamentsausschuss gegen die Änderungsvorschläge auftreten. Am 5. Dezember beschließt der Nationalrat das neue Gesetz.