Interview

Hahn fordert jetzt Zukunftsressort

27.10.2009

Österreichs neuer EU-Kommissar freut sich über das Ende der Suche.

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© Johannes Kernmayer/TZ ÖSTERREICH
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ÖSTERREICH: Was sagen Sie rückblickend zu dem Hickhack zwischen SPÖ und ÖVP?
Johannes Hahn: Ich bin im Interesse Österreichs und Europas froh, dass die beiden Regierungsspitzen nun entschieden haben und die Abstimmung auf europäischer Ebene fortgesetzt werden kann.

ÖSTERREICH: Rechnen Sie damit, dass Sie das Wissenschaftsressort bekommen?
Hahn: Wichtigstes Ziel ist ein Zukunftsressort für unser Land. Dieses Signal hat die Regierung auch deutlich nach Brüssel gesandt. Die Entscheidung trifft der Kommissionspräsident zusammen mit den Regierungschefs.

ÖSTERREICH: Wann wird Ihr Nachfolger im Ministerium festgelegt? Wie soll es in Wien weitergehen?
Hahn: Ich bin weiterhin mit 100 % Wissenschaftsminister. Bis zu einem Wechsel bleibt ausreichend Zeit, eine gute Lösung für das Ministerium zu finden. Das gilt auch für Wien – die Wiener VP ist gut aufgestellt und gewählt wird in einem Jahr.

ÖSTERREICH: Werden Sie nach Brüssel übersiedeln?
Hahn: Eines habe ich fest vor, den Kontakt zu meiner Heimatstadt Wien aufrecht zu halten. Auch als Kommissar will ich schließlich die Anliegen der Österreicher aus erster Hand erfahren.

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