Keine U-Haft für Schmid

Hat der »Chat-Man« ausgepackt?

© APA/HANS PUNZ
Ex-ÖBAG-Chef Thomas Schmid wurde am Montag den ganzen Tag verhört.
Zur Vollversion des Artikels

Wien. Er ist die zentrale ­Figur der Chat-Affären, die bereits einen Kanzler zu Fall und eine Ex-Ministerin in U-Haft gebracht hat. Nach über zweieinhalb ­Jahren Ermittlungen durch die WKStA wurde Thomas Schmid am Montag erstmals einvernommen, ÖSTERREICH berichtete.

Verhör. Seine Einvernahme durch die Korruptionsjäger dauerte fast den ganzen Tag. Schmid konnte dann – im Unterschied zu Ex-Familienministerin Sophie Karmasin – wieder gehen.

Kronzeuge. Das lässt Spekulationen laut werden: Hat der „Chat-Man“ ausgepackt? Einige Indizien sprechen dafür: Im Unterschied zu Karmasin sieht die WKStA offenbar keine „Tatbegehungs- oder Verdunkelungsgefahr“. Auch die lange Dauer seiner Einvernahme weist auf detaillierte Angaben oder Kooperation hin.

Geständnis? Wer sich vor Aussage fürchtet

Zittern. Eine umfassende Aussage vom ehemaligen Finanzministeriums-Generalsekretär könnte einige Politiker – allen voran der ÖVP – ins Schwitzen bringen. Sein Anwalt Thomas Kralik will gegenüber ÖSTERREICH allerdings keine Aussagen zu einer möglichen Kooperation Schmids machen.

Ex-Kanzler. Was hat er über die mutmaßliche Rolle von Ex-Kanzler Kurz erzählt? Was über dessen Umfeld oder Karmasin? Ist er vor der WKStA ähnlich plaudersüchtig gewesen wie in seinen Chats? Für alle gilt die Unschuldsvermutung.