Wien. Immer radikalere Impfgegner stellen die Politik vor neue Herausforderungen – Innenminister Karl Nehammer hat die Bürgermeister jetzt für kommenden Mittwoch zu einem Video-Gipfel eingeladen.
Wie radikal die Szene schon ist, hat die FPÖ-Demo am vergangenen Wochenende in Wien gezeigt: Es gab verletzte Polizisten – bei einem Beamten wurde versucht, ihm die Waffe zu entreißen.
NS-Vergleiche. Und vielleicht noch dramatischer: Corona-Gegner versuchen, den Widerstand gegen das NS-Regime für ihre Zwecke zu vereinnahmen. So trugen Demonstranten doch tatsächlich „Ungeimpft-Judensterne“, sowohl Kanzler als auch Gesundheitsminister wurden mit dem KZ-Mörder Josef Mengele verglichen.
Minister empört. Nehammer am Samstag zu ÖSTERREICH: „Das Tragen von Judensternen mit der Aufschrift ,ungeimpft‘ ist völlig inakzeptabel. Das ist nicht nur völlig geschmacklos, sondern verharmlost die Verbrechen der Nationalsozialisten und beleidigt die Millionen Opfer der NS-Diktatur und deren Angehörige.“ Der Minister kündigt ein „rigoroses Vorgehen bei Verstößen bei NS-Wiederbetätigung an.