In Wien

Nur 52 Prozent für Michael Häupl

© APA/ Hochmuth
Die konstituierende Sitzung begann mit Schweigeminute für die Terroropfer.
Zur Vollversion des Artikels

Im Wiener Rathaus hat am Dienstag die konstituierende Sitzung des Wiener Gemeinderates begonnen - mit einer Schweigeminute. Das neu zusammengesetzte Wiener Stadtparlament gedachte der Terroropfer von Paris. Anschließend wurden die insgesamt 100 Abgeordneten angelobt bzw. von diesen der Bürgermeister gewählt. Mit knappem Ergebnis: Michael Häupl (SPÖ) erhielt lediglich 52 Stimmen.

Nachlesen: Kurioser Salat-Verdacht gegen Wiener Grüne

Gemeinsames Gedenken
Der Bürgermeister versicherte zunächst beim gemeinsamen Gedenken, dass man sich durch Anschläge wie jene in Frankreich die Freiheit und die demokratischen Grundrechte nicht nehmen lasse. "Wir fürchten uns nicht", beteuerte das Stadtoberhaupt.

Anschließend stellte er sich der Wahl, die mit einem relativ mageren Resultat endete: Häupl konnte 52 der 100 abgegebenen Stimmen für sich lukrieren. Das bedeutet, dass er nicht einmal von allen der 54 roten bzw. grünen Mandatare seine Zustimmung erhalten hat. 2010 konnte er noch 65 Abgeordnete von sich überzeugen - also auch fünf von Nicht-Regierungsfraktionen.

Sechste Amtszeit

Häupl wurde zum insgesamt sechsten Mal zum Stadtchef ernannt. Er wird am Vormittag von Bundespräsident Heinz Fischer in der Hofburg auch zum Landeshauptmann vereidigt. Am Nachmittag wird der Bürgermeister dann eine Regierungserklärung halten.