Ex-Minister

Ohne Maske: Anzeige gegen Anschober

von
© Andrea Lautmann
Auftritt ohne Maske in der Maskenzone wurde angezeigt: Ein Bußgeld droht.
Zur Vollversion des Artikels

Wien. Vor dem Gesetz sind ja bekanntlich alle gleich, egal ob Promi, Politiker oder Otto Normalverbraucher. Nun droht dem ehemaligen Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) ein Organstrafman­dat. ÖSTERREICH hatte Anschober Ende April „oben ohne“ am Donaukanal erwischt und danach exklusiv darüber berichtet. Wir erinnern uns: Ein Erholungsspaziergang entlang des Donaukanals sorgte für mächtigen Wirbel und große Empörung, vor allem in den sozialen ­Netzwerken. Denn gerade Anschober hatte 15 Monate als Gesundheitsminister das Tragen einer FFP2-Maske propagiert. Um so erstaunlicher, dass er selbst sich augenscheinlich nicht daran hielt.

ÖSTERREICH staunte nicht schlecht, Anschober am 21. Mai in Begleitung seiner Lebensgefährtin und seines Golden Retrievers „Agur“ rein zufällig am Donaukanal zu sehen.

Verstoß. Der Spaziergang wird nun offensichtlich zur Strafsache, denn: Anschober trug zwei Wochen nach seinem Rücktritt keine FFP2-Maske, obwohl an dem Abschnitt des Kanals zwischen Friedensbrücke und Franzensbrücke eine strikte Maskenpflicht galt. Nun scheint Fortuna erneut nicht auf seiner Seite zu stehen: Laut Magistrat ist eine anonyme Anzeige eingegangen. Ihm droht jetzt eine Strafe bis zu 50 Euro.

ÖSTERREICH bat damals schon um Stellungnahme: Ein ehemaliger Sprecher Anschobers teilte mit, Einzelfälle würden nicht kommentiert.

Andrea Lautmann