Grosz gesagt: Der kritische Blick

"ORF wurde ausgeschachert"

Polit-Blogger und oe24-Kolumnist Gerald Grosz kommentiert für Sie die Polit-Woche in seiner bekannt charmanten Art.
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Liebe User und Seher von oe24

Willkommen bei Grosz gesagt, dem überaus kritischen Blick auf die aktuellen Geschehnisse unserer Zeit. Kritisch, direkt, unabhängig und scharf wie Messer. Versprochen!

Weniger unabhängig ging es diese Woche in der größten Medienorgel des Landes zu. Der mächtige und einflussreiche Chefposten im ORF wurde unter den Parteien ausgeschachert. Und wie nicht anders zu erwarten, geriet das Hearing um die Funktion eines Generaldirektors in der Zentralanstalt für Nepotismus und Vetternwirtschaft zur Farce, zur internationalen Lachnummer. Roland Weißmann, journalistisch im niederösterreichischen ORF-Landesstudio unter ähnlichen Mitteln und Wegen wie in Nordkorea sozialisiert, erklomm die Spitze des für seinen Meinungsjournalismus bekannten Öffentlich-Rechtlichen. Der Günstling des Kim jong Erwin, wurde nun vom Taschelträger einflussreicher schwarzer Größen im ORF zum Hoffnungsträger türkiser Machtträume.

Den „neuen Weg“ verkündete sein politischer Mentor Sebastian Kurz und nun entwickelte sich diese Personalie wie eine Fortsetzung des „guten alten österreichischen Weges“, wo eben Parteinähe, Untergebenheit und Duckmäusertum doch mehr zumErfolg führt, als die schnöde Qualifikation. Ja, es soll schon die letzten Jahrzehnte vorgekommen sein, dass die größten Pfosten die einflussreichsten Posten erhalten haben. Sie glauben mir nicht? Denken wir doch an den früh verblichenen Thomas Schmid, den türkisen Verstaatlichungsexperten und Hobbyfotografen mit einem Faible für schmuddelige WhatsApp Nachrichten.

Der Leidtragende ist übrigens immer der Steuerzahler und im Falle des ORF der Zwangsgebührenzahler, der im kommenden Jahr bis zu 30 Prozent mehr in den Ablasstopf des Gehirnwäschevereins einzahlen wird. Dagegen ist ja der Kirchenbeitrag eine Okassion und man bekommt dafür auch mehr: Immerhin einen Platz im Himmel. In der Hölle des Abstiegs ist der bisherige Generaldirektor Alexander Wrabetz gelandet. Dabei hat sich der in der Wolle gefärbte Rote so brav allen Parteien angedient, ja selbst ein Streifenhörnchen war gegen den Postengeschacherten sozialistischer Prägung noch ein einfarbiges Wesen. Der rote Mohr hat seine Schuldigkeit getan, der rote Mohr kann gehen. Armin Wolf als Vermächtnis des Alex darf dafür bleiben und weiterhin sein Unwesen am Küniglberg treiben.

Getrieben von der Lust, Einfluss und Macht auszuüben waren auch die GrünInnen, die den türkisen Machtrausch mit Applaus und Zustimmung quittierten und dafür mit zwei Posten im neuen Management des ORF abgespeist werden. Ja, am Sautrog sind halt alle gleich. Auch jene verlieren rasch ihre Jungfräulichkeit, die die letzten Jahrzehnte gegen solche Um- und Zustände brachial wetterten. Das Wetter macht uns übrigens weiterhin Sorge. Der Weltklimarat prognostiziert für das Jahr 2100 einen Temperaturanstieg von bis zu 5 Grad Celsius. Die Vorboten seien die verheerenden Waldbrände in Südeuropa. Die Tatsache, dass diese Waldbrände allesamt von Brandstiftern gelegt und eben nicht der Herr Klimawandel mit einem Feuerzeug wie Rumpelstilzchen durch das Unterholz tanzte, scheinen die Damen und Herren klimabewegten Ökokommunisten geflissentlich zu verschweigen. Hauptsache Greta Thunberg, der infantile Stein des klimatischen Anstoßes hat es auf die Titelseite der Vogue geschafft. Man sieht, der Tod von Karl Lagerfeld hat in der Modeszene nachhaltigen Schaden ausgelöst, die auf den Couches ihrer Eltern vergammelten Jogginghosenträger sind nun die Nachwuchsstars des Prêt à Porter.

Apropos Schaden: Aus Schaden wird man klug, möge man meinen. So wurde uns die letzten 18 Monaten erklärt, dass Zwangsmaßnahmen wie Maskenpflicht, Testzwang und Lockdowns der Weisheit letzter Schluss sind. Und wir nur mit dem sogenannten Gamechanger diesen Albtraum des virologischen Wahnsinns aus Wuhan endlich hinter uns lassen können. Wenn der Teufel Junge bekommt, könnte man angesichts der jüngsten Studiendaten aus Island, Israel und den USA seufzend gegen Himmel stoßen. In Israel schützt die Impfung laut jüngsten Erklärungen der dortigen Regierung nur zu 39 Prozent vor einer Ansteckung durch das alles beherrschende Politebola. Die schweren Verläufe konnten um 91 Prozent unter den Geimpften verhindert werden. Nun war aber bisher schon klar, dass von den Ungeimpften auch nur 10 Prozent einen schweren Verlauf haben.

Der Gamechanger, die Erlösung durch Impfung, stellt sich dann doch immer mehr als Schuss ins Knie heraus. Und dennoch versucht man in Österreich oder Deutschland mit einem Aus der Gratis-Tests, also mit finanzieller Erpressung einkommensschwacher Gesellschaftsschichten, die Menschen in die Abhängigkeit der Nadel zu treiben. Denn die zwei Stiche von Moderna und Co reichen wohl nicht aus. Und daher verkündet unser Gesundheitsminister Mücke Mückstein den dritten Stich. Eine rosige Zukunft erwartet uns, wenn man bedenkt, dass sich gesamte Völker zu Dauergeimpften entwickeln. Es kommt halt immer anders, als man denkt. Ich komme hingegen wieder, wenn es nächste Woche wieder heißt Grosz gesagt. Bleiben Sie mir bis dahin treu.

Gerald Grosz www.geraldgrosz.at