Weißmann-Rücktritt
Westenthaler fordert jetzt vorgezogene ORF-Wahl
09.03.2026ORF-Stiftungsrat Peter Westenthaler fordert nach dem Rücktritt Weißmanns eine vorgezogene ORF-Wahl.
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Im August sollte turnusmäßig der neue ORF-Generaldirektor gewählt werden. Der bisherige ORF-Chef, Roland Weißmann, soll Ambitionen für eine erneute Kandidatur gehabt haben. Nun trat er allerdings zurück, da Vorwürfe der sexuellen Belästigung gegen ihn erhoben wurden.
Er selbst bestreitet die Vorwürfe vehement, sein Anwalt drohte bereits mit "rechtlichen Konsequenzen". Die ganze Stellungnahme des Anwalts, lesen Sie hier.
Westenthaler: "So rasch wie möglich Neuwahlen"
Der von der FPÖ entsandte Stiftungsrat Peter Westenthaler fordert im oe24.TV-Interview nun jedenfalls eine vorgezogene ORF-Wahl. "Das wäre die logische Konsequenz", so Westenthaler. Es brauche "so rasch wie möglich Neuwahlen". Vorher müsse man sich noch ansehen, ob das rechtlich möglich sei.
Er selbst habe von dem Rücktritt auch erst aus den Medien erfahren. Das sei "der Skandal im Skandal", so der Stiftungsrat. "Ich bin der Meinung, dass der Vorsitzende des Stiftungsrates und sein Stellvertreter ebenfalls gleich den Hut nehmen sollen", forderte Westenthaler. Denn sie hätten den Stiftungsrat in Kenntnis setzen müssen. Das werde "noch Konsequenzen" haben.
"Alleingang" bei Thurnher-Entscheidung
Die Entscheidung, dass Radiodirektorin Ingrid Thurnher interimistisch übernimmt, sei laut Westenthaler ebenso ein "Alleingang" des Stiftungsrats-Vorsitzenden und seinem Stellvertreter gewesen. "Ebenso skandalös, weil es muss ja der Stiftungsrat entscheiden", so Westenthaler.
Jedenfalls sei nun für "eine ordentliche Stimmung am Donnerstag gesorgt". Da findet nämlich die nächste Stiftungsrats-Sitzung statt.