Offensive
Regierung schiebt weiteren Straftäter nach Afghanistan ab
25.01.2026In der Nacht auf Sonntag hat Österreich erneut einen afghanischen Intensivstraftäter abgeschoben.
Der 33-Jährige wurde über Istanbul direkt nach Kabul ausgeflogen und dort von Vertretern österreichischer Behörden an die zuständigen Stellen übergeben. Nach Angaben des Innenministeriums verbrachte der Mann rund die Hälfte seiner Zeit in Österreich hinter Gittern.
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Der Afghane war im Juli 2015 nach Österreich eingereist und in den folgenden Jahren insgesamt sechsmal strafrechtlich verurteilt worden, darunter wegen mehrfacher schwerer Gewaltdelikte. In den kriminalpolizeilichen Akten scheinen neun Eintragungen auf. Von den insgesamt 10,5 Jahren im Land verbrachte er rund fünf Jahre in verschiedenen Justizanstalten. Nach dem Ende seiner letzten Haftstrafe wurde er direkt in Schubhaft genommen und außer Landes gebracht.
Karner: "Schritt für Schritt"
Möglich wurde die Abschiebung, weil der Mann im vergangenen Jahr von einer Delegation der afghanischen Verwaltung in Wien identifiziert worden war. In weiterer Folge stellte die afghanische Seite auf technisch-operativer Ebene ein sogenanntes Heimreisezertifikat aus – eine Voraussetzung für die Rückführung nach Kabul.
Innenminister Gerhard Karner unterstrich nach der Abschiebung erneut den harten Kurs der Regierung. „Die Abschiebeoffensive geht weiter. Auch nach Syrien und Afghanistan werden Abschiebungen Schritt für Schritt vom Einzelfall zum Regelfall“, erklärte der ÖVP-Politiker.
Erst am vergangenen Freitag hatte das Innenministerium die aktuellen Zahlen präsentiert: Demnach mussten im Jahr 2025 erstmals in der Zweiten Republik mehr als 14.000 Straftäter und illegal in Österreich aufhältige Personen das Land verlassen – so viele wie noch nie zuvor. Die neuerliche Abschiebung nach Afghanistan gilt im Innenministerium als weiteres Signal, dass dieser Kurs konsequent fortgesetzt werden soll.