Arbeitsministerin
Teilzeit-Hammer: Schumann will Recht auf Vollzeit
08.05.2026Arbeitsministerin Korinna Schumann (SPÖ) spricht sich für ein Recht auf Vollzeit aus.
Arbeitsministerin Korinna Schumann (SPÖ) erneuert ihre Forderung, ein Recht auf Stundenaufstockung bei Teilzeit gesetzlich zu verankern.
„Ich setze mich für ein gesetzlich verankertes Recht auf Stundenerhöhung ein und will die rechtlichen Rahmenbedingungen für eine Aufstockung der Arbeitszeit bei Teilzeit weiterentwickeln. Menschen, die mehr arbeiten möchten, brauchen bessere und verbindlichere Möglichkeiten", so die Sozialministerin gegenüber oe24.
Das heißt: Wer als Teilzeitkraft regelmäßig Überstunden leistet, soll das Recht darauf haben, Stunden aufzustocken. Rund 150.000 Teilzeitbeschäftigte leisten derzeit in Österreich regelmäßig mehr Stunden als vertraglich vorgesehen. Diese Entwicklung ist vor allem in bestimmten Branchen wie dem Gesundheits- und Sozialwesen oder dem Handel zu beobachten.
Schumann pocht auf Umsetzung bis "spätestens" 2028
„Durch den Spielraum der Unternehmen infolge der geplanten Lohnnebenkostensenkung, sollte auch das gesetzlich verankerte Recht auf Aufstockung der Arbeitszeit spätestens bis 2028 möglich sein“, nennt Schumann auch einen Zeithorizont. Sie will das Thema in den aktuellen Budgetverhandlungen einbringen.
Gleichzeitig betont die Ministerin: „Mehr Arbeitszeit darf nicht an fehlender Betreuung scheitern. Mit dem Ausbau der Kinderbetreuung schaffen wir die Voraussetzung für echte Wahlfreiheit am Arbeitsmarkt“.