Geheimdienstsoftware für Ministerien

Regierungs-Handys werden verschlüsselt

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Die App „Silentel“ soll die Handys der Bundesregierung sichern wie Fort Knox.
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Wien. Es ist das große Geheimprojekt der Regierung: Wie aus einer Anfragebeantwortung von Tourismus­ministerin Elisabeth Köstinger an die SPÖ bekannt wurde, sollen alle Handys von Regierung (Minister, Kabinette Top-Mitarbeiter) und Präsidentschaftskanzlei mit dem Verschlüsselungsprogramm „Silentel“ ausgestattet werden.

NATO-App. Die Anbieter der App garantieren militärische Sicherheit, Geheimdienste von NATO-Mitgliedern nutzen die Software.

Megaprojekt. Bei dem ­Megaprojekt handelt es sich um eines der Regierung, wie das Kanzleramt ÖSTERREICH bestätigte. Während rund um die genaue Anzahl der Handys geschwiegen wird, ist schon jetzt klar: Es gibt einiges zu verschlüsseln: 14 Minister, Vizekanzler Kogler, Kanzler Kurz und Präsident Van der Bellen inklusive Mitarbeiter.

Horrende Kosten. Wie aus der SPÖ-Anfrage an Köstinger hervorging, zahlte allein das Tourismusministerium 38.544 Euro für die Handy-Verschlüsselung. Bei ähnlichen Summen für die gesamte Regierung – das ist vorsichtig geschätzt – kostet das Megaprojekt mindestens 650.000 Euro. Auf ­ÖSTERREICH-Nachfrage gab es dazu keine Antwort.
SPÖ-Anfragesteller Philip Kucher zeigte sich empört: „Wohl eine Lehre aus der Chat-Affäre. Damit wird in Zukunft die Kommunikation der türkisen Familie professionell verborgen.“ (rej)