Jetzt beginnt der Streit um die Führung

Rendi: SPÖ nach Schlappe unter Schock

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Das desaströse Wahlergebnis am Parteitag befeuert interne Richtungsdebatten.
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Es war eine Blamage auf ganzer Linie: Nur 75 % der Delegierten bestätigten Pamela Rendi-Wagner als SPÖ-Chefin. Das ist das zweitschlechteste Ergebnis aller Zeiten.

Machtkampf

„Bei jedem, dem die SPÖ wichtig ist, müssen jetzt die Alarm­glocken schlagen, es war ein Armutszeugnis“, erklärt ein SPÖ-Insider. Fest im Sattel scheint Rendi-Wagner spätestens jetzt nicht mehr zu sein: Viele sind mit der Führung aus Wien unzufrieden, einige wünschen sich einen Umschwung in Richtung Burgenland: „Der Riss geht quer durch die Bundespartei“, so ein SPÖ-Stratege zum internen Machtkampf. Verdächtige Stille auch aus Tirol und Kärnten: Die dortigen Landeschefs wollen sich gar nicht erst dazu äußern.

Führungsdebatte

Das beflügelt die Diskussionen um die rote Parteispitze. Die Burgenländer rund um Hans Peter Doskozil wollen sich derzeit noch aus dem Rennen nehmen. Intern brodelt es aber bereits. Auch dass SPÖ-Wien-Chef Michael Ludwig mit weit über 90 % bestätigt wurde, lässt Stimmen für ihn als möglichen Nachfolger laut werden. Er unterstützte Rendi aber stetig.

Heckenschützen

Im Rendi-Lager ortet man eine Racheaktion der „politischen Heckenschützen“ aus Niederösterreich und dem Burgenland, angeführt von Max Lercher. Just danach dementierte SPÖ-NÖ-Chef Franz Schnabl derartige Gerüchte. Alleingänge (siehe unten) dürften die rote Spitze noch zusätzlich weiterhin destabilisieren.