Finanz-Skandal

Salzburg: Rathgeber heute im U-Ausschuss

© APA/ Neumayr
"Zockerin" sagt aus und will "alles auf den Tisch legen".

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Tag zwei der Zeugenbefragungen im Untersuchungsausschuss zur Klärung des Salzburger Finanzskandals war für die entlassene Referatsleiterin Monika Rathgeber reserviert. Die 41-Jährige wies dabei am Donnerstag erneut jede Schuld von sich, erklärte, weshalb eine ganze Reihe von Finanzgeschäften nicht in den Portfolio-Bericht des Landes aufgenommen worden waren, und zeichnete das Bild einer schwer betroffenen, vom Thron gestoßenen "Miss Budget" - so war Rathgeber in den vergangenen Jahren wegen ihrer detaillierten Kenntnisse unzähliger Budget-Details von Finanzreferent LHStv. Othmar Raus (S) und auch im Landtag wiederholt bezeichnet worden. Sie würde heute wieder so handeln, sagte sie den Tränen nahe.

"Ich mache mir Sorgen"
Bestens gebrieft und flankiert von zwei Anwälten stellte sich Rathgeber anfangs gleichsam einem Foto-Shooting lächelnd den Fotografen und Kameraleuten und erfüllte all deren Wünsche. Dann holte Rathgeber zu einer ausführlichen allgemeinen Erklärung aus. Sie widersprach dabei dem Bericht der Finanzabteilung vom 16. Jänner, der den Finanzstatus des Landes per Jahresende 2012 wiedergab. Man habe Schulden des Landeswohnbaufonds mit jenen des Landes vermengt, Zahlen falsch zugeordnet und den Bürgern insgesamt ein falsches Bild der Finanzlage geliefert. "Diese Form der Darstellung schadet dem Land. Ich mache mir Sorgen", sagte sie. Immer wieder appellierte sie auch an die verantwortlichen Experten, dass man mit Weitblick bei der Auflösung der Derivatgeschäfte vorgehen solle.