Von Kurz bis Anschober

So feiern die Politiker Weihnachten

© Getty Images
Von Kurz bis Anschober. Wie die Spitzen unserer Politik das Fest in Zeiten der Pandemie begehen.
Zur Vollversion des Artikels

Auch für Österreichs Politiker wird es dieses Jahr ein ganz anderes Weihnachtsfest. Von Bundespräsident Alexander Van der Bellen bis Bundeskanzler Sebastian Kurz sagen die Vertreter der Spitzenpolitik, worauf sie heuer beim Feuern verzichten, was sie für sich wünschen und was sie sich für das nächste Jahr für das Land erhoffen: einhellig das Ende der Pandemie. Justizministerin Alma Zadic hat einen besonderen Grund zur Freude; die baldige Geburt ihres ersten Kindes.

Alexander Van der Bellen

Wir feiern - coronabedingt -im kleinsten Familienkreis. Traditionell gibt es bei uns kalte Küche mit Mayonnaisesalat, gefüllten Eiern und Roastbeef. Und natürlich gibt es einen Christbaum. Ich wünsche mir und bin zuversichtlich, dass wir in einem Jahr zurückblicken werden und sagen können: Wir haben die Pandemie in den Griff bekommen, die Impfung wurde breit angenommen und hat gewirkt, die Arbeitslosigkeit sinkt, die Wirtschaft wächst wieder und wir haben die Chance genutzt, unser Wirtschaftssystem auf neue, klima-und naturverträgliche Beine zu stellen. Und vor allem: Wir können hoffentlich wieder weitgehend ein normales Leben führen, wie vor der Pandemie.

Norbert Hofer, FPÖ-Chef

Wie jedes Jahr wird im engsten Familienkreis gefeiert. Zu Mittag gibt's gebratene Erdäpfel, am Abend die Bescherung. Ich wünsche mir persönlich, dass ich und meine Familie gesund bleiben. Und mehr Zeit für die Familie. Dem Land wünsche ich eine bessere Regierung, die das Land nicht an die Wand fährt, und ein Ende der Corona-Krise.

Beate Meinl-Reisinger, Neos-Chefin

Wir werden wie jedes Jahr in der Steiermark feiern -gemeinsam mit meinen Eltern. Vorher werden alle getestet, meine jüngste Tochter ist seit Mitte Dezember in einer "Vorquarantäne" und nicht mehr im Kindergarten. Neu ist auch, dass ich dieses Mal nicht für die Organisation des Festes zuständig bin und mich bezüglich des Festmenüs überraschen lassen werde. Persönlich wünsche ich mir vor allem einmal ein paar ruhige Tage gemeinsam mit meinem Mann und meinen Kindern -das haben wir uns nach diesen anstrengenden Monaten, genauso wie alle anderen Menschen in Österreich, wirklich verdient. Für das Land wünsche ich mir im kommenden Jahr, dass wir endlich vertrauensvoll und zuversichtlich nach vorn schauen können. Bilden wir alle gemeinsam eine breite Allianz, um einen klaren Impfplan auf den Weg zu bringen.

Sebastian Kurz, Bundeskanzler

Weihnachten werde ich dieses Jahr mit meiner Freundin feiern. Wegen Corona werden die Feiertage dieses Jahr viel kleiner ausfallen als sonst. Normal verbringen wir Weihnachten als Großfamilie bei meiner Oma in Niederösterreich. Darauf müssen wir dieses Jahr verzichten. Das schmerzt, weil es die einzige Zeit im Jahr ist, wo wir uns alle sehen und Zeit füreinander haben. Aber es ist notwendig, um Ansteckungen in der Familie zu vermeiden. Ich wünsch mir für unser Land, dass wir die Corona-Pandemie gemeinsam möglichst rasch überstehen und unser gewohntes Leben, das wir so lieben, zurückbekommen und dass wir überall in Österreich in Sicherheit und Frieden leben können.

Pamela Rendi-Wagner, SPÖ-Chefin

Ich feiere Weihnachten wie jedes Jahr im kleinen Familienkreis. Die üblichen Feiertagsbesuche werden heuer aber leider viel weniger. Persönlich wünsche ich mir, dass meine Familie gesund bleibt. Und ich bin froh und dankbar, dass meine Mutter ihre Corona-Erkrankung gut überstanden hat. Wir müssen nach diesen schwierigen Monaten optimistisch in die Zukunft schauen. Es kommt auch die Zeit nach Corona. Ich wünsche uns, dass wir nächstes Jahr wieder all das tun können, was Österreich ausmacht: das Miteinander und das Gesellige.

Werner Kogler, Vizekanzler

Es wird wie für alle anderen in Österreich ein anderes Weihnachtsfest sein, kleiner, ruhiger. Ich werde im engsten Familienkreis feiern. Ich hoffe, dass es in dieser herausfordernden Zeit einige Stunden gibt, ein wenig zur Ruhe zu kommen. Lange Spaziergänge, bei denen Zeit ist, sich das abgelaufene und kommende Jahr durch den Kopf gehen zu lassen, also nachzudenken und nach vorne zu schauen. Für 2021 wünsche ich mir für mich und andere ausreichend Ruhe und Kraft, um verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen. Mir ist bewusst, dass die Einschränkungen während der Feiertage für viele einen schmerzhaften Verzicht bedeuten. Umso mehr hoffe ich, dass wir alle andere Formen finden, uns nahe zu sein als die großen Familienfeste, die wir kennen. Ich danke allen für ihren Beitrag zur Bewältigung der Pandemie - im vergangenen Jahr und auch jetzt zu Weihnachten. Und fürs nächste Jahr steht der Wunsch ganz oben, dass jede und jeder Einzelne und das ganze Land möglichst sicher und voller Energie ins Comeback starten können. Wir werden die Wirtschaft und Beschäftigung mit Hilfe von großen Konjunkturpaketen mit vielen Klimaschutzinvestitionen modernisieren. Auf diese Weise nutzen wir die riesige Chance des Klimaschutzes. Das ist gut für das Land und für die Zukunft - vor allem unserer Kinder und Kindeskinder, denn wir haben die Erde nur von ihnen geborgt.

Michael Ludwig, Wiener Bürgermeister

Wenn es die Corona-Situation erlaubt, werde ich so wie jedes Jahr zu Weihnachten beim Weihnachtsfest Sozialmarkt des ASBÖ Frömmlgasse in Floridsdorf Weihnachtsmann und Christkind unterstützen. Denn gerade Weihnachten ist ein wichtiger Anlass, Menschen zu helfen, die es aus den verschiedensten Gründen nicht leicht im Leben haben. Am 24.12. werden wir außerdem den Wiener Eistraum eröffnen. Damit kehrt auch endlich wieder Leben auf dem Wiener Rathausplatz ein. Ab dem späteren Nachmittag bzw. Abend werde ich mit meiner Mutter und mit meiner Ehefrau hoffentlich ein paar ruhige Stunden genießen können. Ich persönlich freue mich auf ein paar ruhigere Stunden an den Feiertagen. Ich bin froh, wenn ich gemeinsam mit meiner Frau Zeit verbringen kann, den ein oder anderen Spaziergang unternehmen kann. Nach diesem sehr fordernden Jahr, das uns allen sehr viel Kraft abverlangt hat, ist es auch wichtig, neue Energie zu tanken. Und wie viele Wienerinnen und Wiener werde ich dafür die Zeit zu den Feiertagen nutzen.

Werner Faßmann, Bildungsminister

Wir feiern im engsten Familienkreis. Der traditionelle Besuch der 95-jährigen Schwiegermutter in Hamburg muss dieses Jahr leider entfallen. Was es zu essen gibt, weiß ich noch nicht, da ich selbst koche und ich mich erst inspirieren lasse. Persönlich wünsche ich mir weiterhin Optimismus und Zuversicht, die richtigen Entscheidungen zu treffen und gemeinsam die Pandemie zu besiegen. Für das Land wünsche ich mir eine rasche Durchimpfung der vulnerablen Gruppen. Das verändert die Situation in den Krankenhäusern und nimmt der Pandemie ihren Schrecken.

Rudi Anschober, Gesundheitsminister

Wie jedes Jahr verbringe ich Weihnachten in sehr kleinem Rahmen mit meiner Partnerin. Anders ist heuer, dass es keinen Gang zur Weihnachtsmette gibt. Ich persönlich wünsche mir natürlich ein Ende der Pandemie im kommenden Jahr. Allen BewohnerInnen Österreichs wünsche ich Gesundheit und ein schrittweises Verringern der Pandemie im kommenden Jahr durch eine erfolgreiche Impfung. Dieses so schwere Jahr 2020 hat uns dramatisch gezeigt, dass es nichts Wichtigeres gibt als unsere Gesundheit. Ohne Gesundheit ist alles andere wertlos.

Johanna Mikl-Leitner, NÖ-Landeshauptfrau

Ich werde heuer nicht wie gewohnt im Schoß der Großfamilie feiern, sondern nur mit meinem Mann, meinen beiden Töchtern und mit meiner Mutter feiern. Zum Essen wird es heuer auf Wunsch der Kinder Fondue geben. Heuer ist natürlich alles anders, weil Corona alles anders macht. Und so auch für viele von uns das Weihnachtsfest. Ruhe und Besinnung im engsten Kreis wird heuer zu Weihnachten mehr Gewicht haben denn je. Und das wünsche ich auch allen Landsleuten und Familien in Niederösterreich dass sie diese besondere und wichtige Zeit in unserem Jahreskreis gebührend feiern und erleben können. Weiters wünsche ich mir, dass wir mit Zuversicht und Optimismus in das nächste Jahr gehen. Denn einen Lichtblick auf dem Weg zur Normalität gibt uns der Impfstoff gegen das Corona-Virus.

Alma Zadic, Justizministerin

Aufgrund der Coronakrise werden wir heuer im kleinsten familiären Kreis feiern. Gemeinsam mit meinem Partner und meiner Familie werden wir gemütlich essen und Geschenke auspacken und gespannt sein, ob unser größtes Geschenk doch vielleicht schon früher kommt. Persönlich wünsche ich mir, dass ich ein gesundes Kind zur Welt bringe. Dem Land wünsche ich ein Ende der Corona-Pandemie und dass wir unsere alten Gewohnheiten wieder aufnehmen können.

Margarete Schramböck, Wirtschaftsministerin

Mein Partner und ich feiern heuer Weihnachten zu zweit. Am Weihnachtsabend skypen wir mit meinen Eltern in Tirol, die wir heuer coronabedingt nicht besuchen werden. Das Jahr hatte viele Facetten und hat von uns viel gefordert. Ich wünsche mir zu Weihnachten ein paar Stunden Ruhe. Für nächstes Jahr wünsche ich mir, dass wir die Pandemie überwinden und uns auf die normale Arbeit konzentrieren können. Und vor allem Gesundheit. Für Österreich wünsche ich mir, dass sich nicht mehr nur alles um eine Pandemie dreht, sondern, dass wir das Land, in dem ich geboren bin, gestalten und weiterentwickeln können. Wir haben gute Voraussetzungen. Die Leute in unserem Land arbeiten hart, darum sind wir wirtschaftlich erfolgreich und innovativ. Grundlage für unseren Wohlstand ist auch, dass wir in einer Gesellschaft leben, in der alle gute Chancen haben.