Neue Milliarden für Mammutaufgabe
So läuft der Wieder-Aufbauplan
Bei der zweitägigen Regierungsklausur widmete sich Türkis-Grün ihrem „Comeback-Plan“ – er soll 500.000 Menschen innerhalb eines Jahres wieder in Vollzeitarbeit bringen. Finanzminister Gernot Blümel, Arbeitsminister Martin Kocher (beide ÖVP) sowie Klimaschutzministerin Leonore Gewessler (Grüne) stellten die Details vor.
Kocher mit Initiative für Langzeitarbeitslose
Die Aktion „Sprungbrett“ von Arbeitsminister Martin Kocher soll bis Ende des Jahres 50.000 von 147.000 Langzeitarbeitslosen in Beschäftigung bringen.
Derzeit hat Österreich rund 436.000 Arbeitslose und eine halbe Million Menschen in Kurzarbeit. Die Hälfte davon soll 2022 Vollzeit-Jobs haben.
Projekte für 4,5 Milliarden Euro aus dem EU-Wiederaufbaufonds wurden eingereicht, sollen als Turbo wirken. Davon sollen 277 Millionen Euro direkt in Arbeitsmarktmaßnahmen wie etwa Schulungen gehen.
Weitere 170 Mio. Euro sollen in die Digitalisierung der Schulen fließen, 250 Mio. in die Forschung zu Wasserstoff und Mikroelektronik.
Klimaministerin Gewessler versprach eine Flotte von E-Bussen, einen Reparaturbonus sowie 100 Mio. für die thermische Sanierung von Gebäuden und den Artenschutz.
Große Prämien für Investitionen
Die ökologisch-digitale Transformation soll auch durch die auf 5 Milliarden erhöhte Investitionsprämie kommen.
Insgesamt zeigte sich das Comeback-Team gestern optimistisch. Arbeitsminister Kocher sagte: „250.000 Menschen sind bis Ende des Sommers bei substanziellen, nachhaltigen Öffnungen wieder in Beschäftigung.“ Und Leonore Gewessler hofft auf „grüne Jobs, die durch die Förderungen entstehen“. (bra)