Sonntagsfrage
Umfrage: 55 % mit Koalition unzufrieden
Wien. Die türkis-grüne Koalition hat zunehmend einen schweren Stand bei den Österreichern. Das zeigt die aktuelle ÖSTERREICH-Umfrage (Research Affairs, 20.–22.Juli,n=1000). In der Sonntagsfrage bleibt die Volkspartei allerdings weiter unangefochten an der Spitze mit 35 % (+/–0).
Die Machtkämpfe innerhalb der SPÖ haben den Roten zwar zuletzt geschadet, der Abwärtstrend dürfte aber gestoppt sein – Rendi-Wagners SPÖ bleibt bei 20 %, wie auch die FPÖ (18 %), auf demselben Niveau der Vorwoche stagniert. SPÖ und FPÖ liefern sich damit ein Kopf-an-Kopf-Rennen um Platz drei. Trotz (oder wegen?) Koalitionskrach rund um Umweltministerin Leonore Gewessler gewinnen die Grünen einen Prozentpunkt dazu (12 %). Die Neos verlieren hingegen einen Prozentpunkt und liegen jetzt bei drei Prozent.
Bei Neuwahlen läge ÖVP stabil bei 35 %
Kanzlerfrage. Auch bei der Kanzler-Direktwahl bleibt Bundeskanzler Sebastian Kurz klar die Nummer 1 – er verliert jedoch einen Prozentpunkt zur Vorwoche (43 %). Verbessern kann sich einzig der grüne Vizekanzler Werner Kogler mit einem leichten Plus – er liegt bei 11 % (+1 %).
Unzufriedenheit. Sehr viel deutlicher fällt das Zeugnis für die gemeinsame Regierungsarbeit aus: 55 Prozent der Österreicher sind mit der türkis-grünen Regierung generell unzufrieden. Zwei Prozentpunkte wurden eingebüßt.
Corona-Kampf
Eher schlecht kommt auch das Corona-Management der Regierung an: Die Unklarheit über weitere Maßnahmen und steigende Infektionszahlen sorgen für Verunsicherung. Nur noch 51 Prozent der Österreicher sind damit zufrieden. Also ein Verlust von immerhin drei Prozentpunkten in nur einer Woche. Und wohl ein Alarmzeichen für die Regierung.