Aber: Delta-Variante gefährlich

Umfrage: 69% wollen keine Maske mehr

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Die Mehrheit der Österreicher will trotz Delta-Angst keine Maske mehr tragen.
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Österreich. Die Bevölkerung will wieder „Oben ohne“ – trotz der drohenden Gefahr der Delta-Variante des Coronavirus. Das zeigt die aktuelle ÖSTERREICH-Umfrage (Research Affairs, 1.000 Interviews vom 22. bis 24. Juni, max. Schwankungsbreite 3,2 %). Die bevorstehende Lockerung auf MNS-Pflicht statt FFP2-Maske Anfang Juli scheint nicht zu reichen: 69 % der Befragten wollen ein Ende der Maskenpflicht. Gleichzeitig wollen 36 % „sicher nicht“ freiwillig eine Maske tragen. Nur 6 % geben an, dass sie auch ohne Pflicht die Masken wie bisher weiter tragen würden.

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Freiwillig. Zumindest in den Öffis wollen mit 38 % die meisten auch ohne Zwang weiterhin eine Maske tragen, 27 % in Supermarkt und Handel, immerhin 35 % auch bei größeren Menschenansammlungen. Ganz anders bei Kulturveranstaltungen: Dort wollen ausnahmslos alle auf einen Mund-Nasen-Schutz verzichten.

Furcht vor Delta, trotzdem für Lockerungen

Delta-Gefahr. Die indische Coronavirus-Mutation nimmt man bei Weitem nicht so locker: 63 % halten die Delta-Variante für eine gefährliche Bedrohung, die wieder neue Maßnahmen zur Folge haben könnte. Trotzdem wollen sich die Österreicher diesen Sommer nicht mehr durch Corona-Maßnahmen einschränken lassen. Demnach glauben nur 34 %, dass die Lockerungen angesichts der Delta-Variante zu früh kommen.

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Politbarometer: Kurz erstmals als Kanzler unter 30 Prozent

Woche für Woche fragt Research Affairs, welcher Politiker positiv bzw. negativ aufgefallen ist – der Saldo aus beiden Antworten ist der Barometerwert. Seit 2016 führt Sebastian Kurz, und auch in der aktuellen Umfrage (Research Affairs, 1.000 Interviews vom 22. bis 24. Juni 2021) ist der Kanzler im Politbarometer top. Doch erstmals seit seinem Antritt als ÖVP-Chef im Mai 2017, also seit vier Jahren, ist er unter die 30-%-Marke gerutscht.

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Gleichzeitig legt Bundespräsident Alexander Van der Bellen zu – er hat das Exekutionsverfahren gegen Finanzminister Blümel gestartet. Dass er Kante zeigte, nutzte ihm sichtlich. Der ÖVP-Finanzminister stürzt weiter ab: minus 28 % – da ist nur Herbert Kickl schlechter.

Sonntagsfrage: Welche Partei wählen Sie?

Die SPÖ kann zwar um einen Prozentpunkt auf 23 % zulegen, vom ersten Platz ist sie aber nach wie vor weit entfernt. Solange es Pamela Rendi-Wagner nicht ­gelingt, in ÖVP- und FPÖ-Wählergruppen einzubrechen, wird sich daran nichts ändern.
ÖVP schwach, aber vorn. Trotz Exekution bei Blümel und peinlichen Chats kommt die ÖVP klar auf Platz 1, auch wenn sie mit 34 % etwas schwächer ist als in der Vorwoche.

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Die Freiheitlichen haben sich mit der Wahl von Herbert Kickl zum neuen FPÖ-Chef etwas erholt: 16 %.

Auch den Grünen geht es mit 12 % vergleichsweise gut, die Neos liegen aktuell bei immerhin 11 %.