SPÖ holt langsam auf

Umfrage: ÖVP verliert, keine Mehrheit für Türkis-Grün

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Wären jetzt Neuwahlen, Kurz würde sie gewinnen. Aber nicht so klar wie 2019.
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Wien. Alles steht still, denn die Ermittlungen gegen den Bundeskanzler überschatten sogar Corona. Und doch: Käme es derzeit zu einer Neuwahl, Sebas­tian Kurz würde sie laut der aktuellen ÖSTERREICH-Umfrage (Research Affairs, 1.000 Interviews vom 11. bis 13. Mai 2021, maximale Schwankung 3,2 %) gewinnen. Dabei sind die Ermittlungen teilweise bereits „eingepreist“.

ÖVP führt in Sonntagsfrage. Wäre heute eine Neuwahl, die ÖVP käme auf 35 %. Einen Punkt weniger als noch vor ­einer Woche – und 2,5 Punkte unter dem Wahlergebnis 2019. Großer Absturz ist das keiner. Kurz’ Vorteil: Es gibt keine überzeugende Alternative.

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SPÖ legt zu. Die SPÖ von Pamela Rendi-Wagner legt zwar zu, liegt aber noch 13 Punkte hinter Platz 1. Die FPÖ kommt auf 17, die Grünen nur auf 12 und Neos auf 11 %.

Kanzlerfrage. Mit 43 % bleibt Kurz in der Kanzlerfrage klar vorn. SPÖ-Chefin Rendi und FPÖ-Chef Hofer erreichen zusammen weniger Zustimmung als Kurz.

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Partnersuche schwierig. Allerdings: Die 2,5 %, die Kurz im Vergleich zur 2019er-Wahl verliert, würden Konsequenzen haben. Eine Koalition wäre für die ÖVP dann nur noch mit SPÖ und FPÖ möglich. Türkis-Grün hat keine Mehrheit mehr und kommt nur auf 47 %!

Politbarometer: Blümel stürzt völlig ab

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Positiv oder negativ? Einmal pro Woche fragt Research Affairs, welcher Politiker positiv bzw. negativ aufgefallen ist – der Barometerwert ist der Saldo aus beiden Ergebnissen (1.000 Interviews vom 11. bis 13. Mai 2021, maximale Schwankung 3,2 %). Diesmal trifft es auch den Kanzler: Mit 33 % liegt Sebastian Kurz zwar auf Platz 1 – das ist aber sein schlechtester Wert bisher. Und Kurz’ engster Vertrauter Gernot Blümel fällt nach den verspäteten Aktenlieferungen an den Ibiza-U-Ausschuss buchstäblich ins Bodenlose. Mit einem Saldo von –28 % liegt er bereits hinter FPÖ-Chef Norbert Hofer – nur Herbert Kickl (FPÖ) hat schlechtere Werte. Stetig nach vorne schiebt sich indes der neue Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein: 17 % – damit hat er Van der Bellen überholt. Der Bundespräsident verliert 2 % und ist mit nur noch 14 % Saldo auf Platz 4.

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