Absturz
Umfrage-Watsche für Kickls Blaue
Erste Umfrage für den designierten FPÖ-Chef Kickl: Die FPÖ verliert weiter.
Wien. Herbert Kickl hat sich die FPÖ-Spitze einigermaßen robust erkämpft – und das kommt bei der Bevölkerung nicht unbedingt an, wie die erste Umfrage nach der Nominierung des neuen FPÖ-Chefs zeigt (Research Affairs, 1.000 Interviews von 8. bis 10. Juni 2021, max. Schwankungsbreite 3,2 %). Die FPÖ verliert weiter.
- Sonntagsfrage. Wäre heute Nationalratswahl – die FPÖ käme nur auf 14 %, weniger als 2019 (16,2 %) und weniger als noch vor drei Wochen. Damals waren die Blauen bei 17 % in Richtung des 20ers unterwegs. Doch dann begann die Demontage von Norbert Hofer. Der blaue Sinkflug nützt direkt der ÖVP, die sich trotz Chat-Skandals und Schmid-Abgangs stabil bei 35 % hält. Die SPÖ verliert wieder leicht auf 23 %, die Neos bleiben bei 12 %, die Grünen legen einen Punkt auf ebenfalls 12 % zu.
- Hofer ist besser? Die Frage, ob Kickl besser als Hofer ist, beantworten 55 % mit Nein, nur 16 % halten Kickl für den Besseren?
- Nein, Kickl ist besser! Doch das ist die Außensicht. Die FPÖ-Wähler sehen das doch deutlich anders: Immerhin 56 % der Blauen halten nämlich Kickl für besser, also genau umgekehrt wie der Rest der Wähler. Kickls Problem: Von der Restbevölkerung wird er abgelehnt: 73 % der Neos-Wähler und 69 % der Türkisen lehnen ihn ab. Da ist also für ihn nicht all zu viel zu holen.
Auch sonst sind die Kickl-Werte nicht berauschend
- Für regierungsfähig halten den Kärntner lediglich 28 % (13 sagen Ja und 15 eher Ja). Dabei war er schon mal Minister.
- FPÖ im Steigen? Das sehen nur 14 % so.
- Ruf im Ausland. Der würde nach Ansicht von 66 % mit einem Kickl in der Regierung doch leiden.