Umfrage

FPÖ bleibt top, SPÖ und ÖVP Flop

10.02.2023

ÖVP fällt unter 20 % — Platz 1 ist in weiter Ferne. Auch der SPÖ geht’s mies.

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© APA (Fotomontage)
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Wien. Manche Politiker haben eine Art Teflon-Schicht: Jeder Skandal fällt an ihnen ab wie Spiegeleier in einer beschichteten Pfanne – egal, wie schlimm es läuft.

Herbert Kickl ist derzeit in diesem beneidenswerten Stadium. Seine FPÖ ist auch in der aktuellen Lazarsfeld-Umfrage für ÖSTERREICH (2.000 kumulierte Interviews vom 6. bis 8. 2., maximale Schwankungsbreite 2,2 %) auf Platz 1, kratzt mit 29 % an der 30-%-­Marke.

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Waldhäusl-Skandal, Landbauer-Njet zur Erdbebenhilfe und zuletzt auch noch das Skandal-Posting der Kärntner FPÖ-Jugend – alles egal, die FPÖ bleibt auf ihrem hohem Niveau.

Türkiser Absturz unter wichtige 20-%-Marke

Asylabsturz. Hauptgrund ist wohl die Schwäche der beiden einstigen Großparteien: Sowohl der SPÖ als auch der Kanzlerpartei ÖVP geht es vorsichtig gesagt miserabel. In der aktuellen Welle fällt die ÖVP mit Regierungschef Karl Nehammer auf unter 20 %, 19 % hatte die ÖVP schon mal im Dezember, davor aber seit dem Jahr 2017– also der Vor-Kurz-Zeit– nicht. Wie Kurz trommelt zwar Nehammer als Kanzler das Asyl-Thema. Doch weder in der NÖ-Wahl noch auf Bundesebene profitiert davon nur eine Partei: die FPÖ.

Rotes Drama. Der SPÖ geht’s kaum besser – mit 23 % liegt Rot 6 Punkte hinter Blau, im Sommer war es noch umgekehrt gewesen. Inzwischen ist Pamela Rendi-Wagners Partei schon in Sicht­weite der ÖVP, das Abrutschen auf Platz 3 könnte Thema werden. Der innerparteiliche Streit und wohl auch handwerkliche Schwäche der Parteiführung sorgen für Katastrophenstimmung.

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Dass Rendi-Wagners politisches Schicksal infrage gestellt wird, sorgt für einen Absturz bei der Kanzlerfrage: Nur noch 13 % (!) würden sie direkt auf den Ballhausplatz wählen – fünf Punkte hinter Kickl und Nehammer. Keine guten Voraussetzungen für ihre Spitzenkandidatur... 

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