Grosz gesagt: Der kritische Blick
Wir sitzen alle im selben Boot
Lieber User und Seher von oe24
Willkommen bei Grosz gesagt, dem überaus kritischen Blick auf die aktuellen Geschehnisse unserer Zeit. Kritisch, direkt, unabhängig und scharf wie Messer. Versprochen!
Meine mir angeborene und allseits bekannte Höflichkeit, das Medienrecht und wahrscheinlich auch das Strafrecht verbieten mir, Superlativen für den geistigen Zustand und die täglich zur Schau gestellte Qualifikation unserer hochwohlgeborenen Regierungsmitglieder auf Bundes- wie Landesebene zu finden.
Nur so viel: Welche Hornochsen, Dilettanten, Chaoten, Einzeller, Geisteskranke und sonstige Verrückte auf den Regierungsbänken stehlen dem lieben Gott die Zeit und uns die Geduld? Seit dieser Woche ist der Lockdown für Ungeimpfte in Kraft. Nachdem man diese als Virenschleudern diffamierte Personengruppe, mehr als 2 Millionen Mitbürger, zuerst mit der sinnlosen 2-G-Regel gequält hat, hat man sie nun, wie an dieser Stelle prophezeit, überhaupt in die virologische Kerkerhaft geschickt.
Vorigen Sonntag, gegen Mittag, war es soweit, das coronistische Trio, Schallenberg, Mückstein und Nehammer traten vor die Presse, um das Ende der Solidarität mit den Ungeimpften drohend anzukündigen, diese in den nutzlosen, verfassungswidrigen und unkontrollierbaren Lockdown zu schicken. Wahres Ziel sei es, die Ungeimpften in die erlösende Impfung zu drängen. Da rieben sich die Geimpften wiederum die Hände, denn sie waren vorerst aus dem Schneider. Aber nur für wenige Stunden, denn am Abend desselben Tages verkündete der zuvor noch auf die Ungeimpften fokussierte Gesundheitsminister nun auch Ausgangssperren für die Geimpften.
Da stiegt dem Übergangskanzler Schallenberg das Geimpfte auf und der verkündete wiederrum nur wenige Stunden später, Montag morgens, dass die Worte des Gesundheitsministers nur Schall und Rauch wären und die Geimpften weiterhin ihre sich mit dem ersten, zweiten, dritten und bald vierten Stich erkaufte Freiheit genießen dürfen. Fortsetzung der Stichorgie unabsehbar. Dies ließ der Gesundheitsminister nicht auf die sich sitzen und proklamierte seinerseits den Mittwoch als Tag der Wahrheit, an dem die Regierung sich zu einem Gipfel träfe um auch den Geimpften an den Kragen zu gehen. Auf den Fuß folgte die fachlich in Veterinärfragen sicherlich versierte Landwirtschaftsministerin, die hoch und heilig zu Protokoll gab, dass die Regierung von einer Gipfelbesteigung der geistig Einbeinigen, sprich Eseln, an besagtem Mittwoch nichts wüsste. Und so einigte man sich auf den Freitag, wo sich die Irrlichter der Bundesregierung mit ihren Pendants auf Länderebene treffen.
Derweil kletterten die gefürchteten Inzidenzen in die Höhe, der Tageswert an neuinfizierten Coronaopfern überstieg die 15.000er Grenze. Die Spitäler seien voll, die Intensivstationen belegt, die Leichenkammern bis zur Decke gefüllt. Und wie voriges Jahr zur selben Zeit rücken Mediziner, Experten, Wissenschaftler und sonstige dauererregte Berufsgruppen aus, um den Lockdown für Alle, also auch für die Geimpften zu fordern. Denn sicher ist sicher. Und diese Herbstruhe kommt nun für alle, für Ungeimpfte wie Geimpfte, dicht gefolgt von der Adventpause, die wiederrum in einen Weihnachtsurlaub übergeht, um mit vollem Elan in die Neujahrsfeiertage zu starten, die dann im Jänner-Stillstand und der darauf folgenden Februar-Erholung münden.
Damit sind wir, trotz Durchimpfungsrate von 65 Prozent, genauso im Eimer wie voriges Jahr. Aber neben diesem kommunikativen Supergau erster Güte wartet das dicke Ende erst. Denn gut 5,7 Millionen Österreicherinnen und Österreicher fragen sich zur Stunde, warum sie freiwillige ihren Arm mehrmals ausstreckten, sich Freiheit mit Impfung erkauften, wenn das Ergebnis dasselbe ist, wie voriges Jahr und sie wieder in den Wuhan-Häfen gehen. 1 Million Menschen, nämlich die infiziert Genesenen fragen sich zu Recht, warum sie keinen Freiraum haben, wenn sie ohnedies natürlich immunisiert sind und gerade in dieser Gruppe die Wiederansteckung am Geringsten ist. Und gut 2 Millionen Österreicher fragen sich, warum sie in Zukunft den Arm ausstrecken sollen, wenn sich ohnedies nichts ändert und sie den mieselsüchtigen Regierungsmitgliedern und den sich immer wieder widersprechenden Experten mit Haut und Haaren ausgeliefert sind.
Und gut 8,6 Millionen Österreicher, also alle, fragen sich, ob es sich noch um eine virologisch begründbare Pandemie handelt oder schlichtweg um die Tatsache, dass Österreich von den Dümmsten der Dummen, den Schleißigsten der Schleißigen regiert wird. Hinter all dem Wahnsinn gut versteckt, ist Sebastian Kurz, Altkanzler, Skandalbruder, WhatsApp-Fanatiker, Chefintrigant. Der Puppenspieler aus der Lichtenfelsgasse, der ÖVP Parteizentrale, wird als Fädenzieher vermutet. Manche politischen Beobachter meinen, dass er im Hintergrund erst recht für Verunsicherung sorgt, um nach der von ihm ja schon im Sommer beendeten Pandemie wiederrum als Retter der Nation in Erscheinung zu treten.
Immer weniger erinnert der türkise Schönling für Arme an Dorian Gray und immer mehr an den berühmten Feuerwehrmann, der pyromanisch das Feuer legt um als erster löschen zu können. Ausgedämpft ist vorerst das nationale Sprachrohr aller Maßnahmenkritiker. Herbert Kickl liegt zu Bette, der Corona-Virus hat ihn sich geschnappt. Das hindert ihn aber nicht, via Videos aus der häuslichen Quarantäne den politischen Irrsinn dieser Tage anzuprangern. Die Häme und der Spott ob seiner Infektion waren sehr groß. Ausgerechnet die gutmenschlichen Toleranten, die sich hysterisch Sorgenden um unser aller Gesundheit wünschten dem blauen Häuptling den jähen Virentot an den Hals. Ich von dieser Stelle wünsche ihm gute Genesung, wie übrigens allen, die an welcher Krankheit auch immer leiden. Denn viel zu oft wird mit zwanghaftem Blick auf Corona vergessen, welche Kollateralschäden ausgelöst werden.
Herzpatienten, die sich in kein Spital mehr trauen. Krebspatienten, die sich angesichts der Situation nur mehr aufgeben und auf jede Behandlung verzichten. Und nicht zu vergessen die vielen mutlosen Menschen in unserem Land, die aufgrund der angsteinflößenden Nachrichtenlage, dem Geschäft mit der tödlichen Überschrift, jede Lust am Leben verloren haben. Und ich denke an die vielen Menschen in unserem Land, die von ihren Existenzsorgen erdrückt werden. Wir sitzen alle im selben Boot, wir sind alle Opfer einer Politik, die komplett aus dem Ruder läuft.
Aber wir hoffen alle, dass sich die Vernunft wieder durchsetzt, dass die Weisheit über den Wahnsinn siegt, die Logik über die Verbissenheit. In diesem Sinne hoffe ich, dass wir uns nächste Woche wieder sehen, wenn es heißt: Grosz gesagt. Bleiben Sie mir bis dahin treu.