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Türkis-Grün vor Ende: Kommt Krisen-Koalition?

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Ein Kommentar von ÖSTERREICH-Herausgeber Wolfgang Fellner.
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Unser Kanzler hat -scheinbar - wieder einmal alles richtig gemacht. Nach vielen Fehlern dieser Regierung seit Sommer hat der Chef persönlich, kurz bevor die zweite Corona-Welle explodierte, gegen Widerstände einen harten Lockdown verfügt. Jetzt sinken die Infektionsraten zumindest um 70 %, eine sanfte Öffnung von Handel und Schulen vor Weihnachten ist möglich. Motto: Hurra, wir leben noch!

Hinter den Kulissen freilich entfremdet sich diese türkisgrüne Regierung immer mehr.

Einerseits wird die Zusammenarbeit zwischen Kanzleramt und Gesundheitsministerium immer schwieriger - weil Rudi Anschobers Beamten-Chaos frei nach MA 2412 immer fehlerhafter und nervtötender agiert. Von fehlenden Verordnungen bis zum IT-Chaos bei den Massen-Tests funktioniert leider nichts.

Andererseits agieren Türkis und Grün in dieser Krise nicht mehr mit-, sondern zunehmend gegeneinander. Der verbale Amoklauf von "Vize" Werner Kogler gegen den Kanzler, dem er in dieser Woche fehlende Sensibilität vorwarf, ist einmalig in dieser Republik.

In der Tat war diese Verbal-Attacke nur ein böses Revanche-Foul für die Handels-Öffnung an diesem Montag, bei der der Kanzler seinen Vize Kogler "over-ruled" hat.

Der Wortwechsel zeigt: Türkis-Grün hat sich entfremdet. Mit den politisch unerfahrenen Grünen ist eine Krise wie diese wohl kaum durchzustehen. Sie sind als Koalitionspartner in der schwersten Wirtschafts- und Gesundheits-Krise dieser Republik zunehmend ungeeignet.

Mein Gefühl: Sebastian Kurz, der "Fouls" nicht verzeiht, wird Kogler und Anschober so lange quälen, over-rulen, provozieren - bis die Grünen (angeschlagen von immer schlechteren Umfragewerten) die Koalition platzen lassen.

Dann wird Kurz eine "Krisen-Koalition" mit der SPÖ schmieden -mit der bestmöglichen Gesundheitsministerin Rendi-Wagner, mit dem in einer Wirtschaftskrise idealen Sozialminister Katzian, mit einer breiten Front der Landes-Chefs von Ludwig bis Kaiser. Das ist wohl auch die einzige Chance, die drohende Mega-Krise zu überstehen