Im hohen Norden

DIESER Strand gilt als "Bali Europas" - doch es gibt einen Haken

18.05.2026

Weißer Sand, türkisblaues Wasser und dramatische Klippen: Pedn Vounder in Cornwall zählt zu den schönsten Stränden Europas.

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Wer bei England an grauen Himmel, stürmische Küsten und Fish and Chips denkt, wird bei diesem Anblick schnell eines Besseren belehrt. Pedn Vounder Beach in Cornwall wirkt auf Fotos fast zu schön, um wahr zu sein: feiner, heller Sand, glasklares türkisblaues Wasser und mächtige Granitklippen, die den Strand wie eine versteckte Bucht einrahmen. Kein Wunder, dass der Küstenabschnitt immer wieder mit Bali, der Karibik oder Indonesien verglichen wird.

Der Strand liegt auf der Penwith-Halbinsel im Südwesten Cornwalls, nahe Porthcurno und dem kleinen Ort Treen. Der Name Pedn Vounder stammt aus dem Kornischen und wird oft mit „Ende der Gasse“ oder „Ende des Weges“ übersetzt – passend, denn dieser Ort fühlt sich tatsächlich wie ein geheimes Ende der Welt an.

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Einer der schönsten Strände der Welt

Pedn Vounder hat es in den vergangenen Jahren immer wieder in internationale Strand-Rankings geschafft. Big 7 Travel wählte ihn einst auf Platz 25 der schönsten Strände der Welt; auch britische Reisemedien schwärmen regelmäßig von der fast tropischen Kulisse. Besonders bei Ebbe zeigt sich der Strand von seiner spektakulärsten Seite: Dann kommt mehr Sand zum Vorschein, das Wasser schimmert besonders klar und eine flache Lagune entsteht, die dem Ort seinen berühmten Südsee-Look verleiht.

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Doch so sehr die Kulisse an Bali erinnert, temperaturmäßig bleibt man natürlich in Großbritannien. Das Wasser ist deutlich kühler als an vielen klassischen europäischen Badezielen am Mittelmeer – wer also Badewannen-Feeling wie auf Mallorca, in Griechenland oder Kroatien erwartet, wird hier eher überrascht. Gerade im Hochsommer kann das aber auch ein Vorteil sein: Während sich viele Strände in Südeuropa in der Hitze stauen, fühlt sich ein Tag an der Küste Cornwalls oft angenehm frisch an. Perfekt also für alle, die spektakuläre Strandkulisse suchen, aber keine drückende Hitze brauchen.

Der schwierige Weg ins Paradies

So traumhaft Pedn Vounder aussieht, so herausfordernd ist der Weg dorthin. Früher parkten Besucher meist im Dorf Treen und folgten dem Küstenpfad rund 15 bis 20 Minuten Richtung Porthcurno. Der letzte Abschnitt führte jedoch über einen steilen, felsigen Abstieg hinunter zum Strand – bei Nässe besonders rutschig und nur für trittsichere Besucher geeignet. Außerdem gibt es vor Ort keine Toiletten, keine Shops, keine Liegen und keine Rettungsschwimmer.

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Genau dieser Zugang ist derzeit der große Haken: Der National Trust warnt aktuell vor dem Weg nach Pedn Vounder und schreibt, dass die Route aus Sicherheitsgründen geschlossen wurde. Der Pfad sei an mehreren Stellen erodiert, instabil und ende in einem fast senkrechten, rund sechs Meter hohen Abstieg zum Strand. Besucher sollen stattdessen den nahegelegenen Strand von Porthcurno nutzen.

Wichtiger Hinweis für Urlauber

Wer eine Cornwall-Reise plant, sollte Pedn Vounder daher aktuell eher als Aussichtspunkt statt als Badeziel sehen – und sich vor Ort unbedingt an Absperrungen und Warnschilder halten. Wer die Küste erleben möchte, findet mit Porthcurno eine leichter zugängliche Alternative in unmittelbarer Nähe. Auch dort warten weißer Sand, türkisfarbenes Wasser und eine spektakuläre Küstenlandschaft.

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