Boot-Taxis

„Dein Kapitän ist gleich da“: Uber fährt jetzt auch am Mittelmeer

07.05.2026

Nach Taxis, Essenslieferung und Helikoptern geht es für Uber jetzt auch aufs Wasser – und in den Urlaub gleich mit.

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© Uber
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Ab Juni 2026 können Nutzer in Europa nicht nur ein Auto über die Uber-App rufen, sondern auch ein Boot. Uber Boat bringt Taxi-Feeling auf die Wellen des Mittelmeers.

Vom Stau in den Sonnenuntergang

Mit Uber Boat erweitert Uber Technologies Inc. sein Reise-Ökosystem um eine ziemlich glamouröse Komponente. In Kooperation mit Click&Boat, Europas größter Plattform für Bootsvermietungen, werden rund 50.000 Boote buchbar sein – vom kleinen Motorboot bis zur Segelyacht.

Start ist in klassischen Sommerträumen Europas: Portugal, Spanien, Italien, Frankreich und Kroatien. Besonders im Fokus stehen Hotspots wie die Balearen, die Côte d’Azur und die Amalfiküste. Die Push-Nachricht könnte künftig also wirklich lauten: „Dein Kapitän ist gleich da.“

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Saint-Tropez, aber bitte mit Bugwelle

In Orten wie Saint-Tropez oder entlang der Côte d’Azur wird das klassische „Taxi zum Hafen“ damit leicht überflüssig. Stattdessen: App öffnen, Boot wählen, losfahren. Uber verspricht dabei keine eigene Flotte, sondern greift auf bestehende Anbieter über Click&Boat zurück.

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Uber will die ganze Reise

Doch der Schritt aufs Wasser ist nur ein Teil einer größeren Strategie. Uber will sich zunehmend als „App für alles rund ums Reisen“ positionieren – inklusive Unterkunft, Empfehlungen und Services.

Dafür hat das Unternehmen neue Partnerschaften angekündigt:

  • Mit der Expedia Group erhalten Nutzer Zugriff auf über 700.000 Unterkünfte weltweit (inklusive Ferienwohnungen der Marke Vrbo).
  • Mit Accor entsteht ein Loyalty-System, bei dem Punkte für Uber-Fahrten und Uber Eats gesammelt werden können.
  • Und über OpenTable lassen sich künftig Restaurantreservierungen direkt in der App erledigen.

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Travel Mode: Concierge in der Hosentasche

Neu ist außerdem der sogenannte Travel Mode: eine Art Reise-Assistent in der App, der durch Flughäfen navigiert, lokale Highlights vorschlägt und sogar Restaurantbuchungen übernimmt. Und weil Reisen bekanntlich hungrig macht, gibt es gleich noch eine Uber-Version von „Room Service“: Dinge wie Snacks oder vergessene Zahnbürsten können direkt ins Hotel geliefert werden.

Ob das die klassische Reiseplanung ersetzt oder einfach nur noch mehr Optionen schafft, bleibt abzuwarten. Sicher ist nur: Wenn demnächst in Cannes jemand sagt „Ich rufe ein Uber“, sollte man besser kurz nachfragen, ob wirklich ein Auto gemeint ist.

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