Nach Demir-Rot

0:2 - Rapid verspielt Platz 3 gegen Sturm

17.05.2026

Rapid kann am letzten Spieltag die Niederlagen von Salzburg und der Austria nicht nutzen. Die Hütteldorfer verlieren gegen Sturm Graz 2:0 und müssen nun im Play-off um die Europacup-Qualifikation kämpfen. 

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Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben! Genau dieses bittere Motto trifft auf Sturm Graz zu. Am Ende gewannen die Steirer ihr Saisonfinale gegen Rapid zwar noch mit 2:0 – doch weil die Austria im Parallelspiel die erhoffte Schützenhilfe nicht lieferte, platzte der Traum vom Meister-Hattrick trotzdem. 

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Dabei war in Graz alles angerichtet. Der Meisterteller stand bereit, die Fans hofften auf die große Titel-Sause. Sturm übernahm von Beginn an das Kommando, drückte Rapid tief in die eigene Hälfte und suchte früh den Führungstreffer. Doch entweder war Rapid-Keeper Niklas Hedl zur Stelle – oder den Grazern fehlte im Abschluss die letzte Präzision. 

Dann der Aufreger des Abends! Rapid-Star Yusuf Demir verlor nach einem Foulpfiff völlig die Nerven. Weil das Spiel weiterlief, während er noch seinen Schuh band, schleuderte er diesen aus Frust Richtung Seitenlinie – ausgerechnet in Richtung des vierten Offiziellen. Schiedsrichter Harald Lechner kannte kein Pardon: Rot in der 22. Minute!

Sturm verzweifelt an Rapid-Bollwerk

Doch selbst in Überzahl fand Sturm lange keinen Weg zum erlösenden Treffer. Zumindest bis alles bereits vorbei schien. Rapid war in der Rückwärtsbewegung völlig unsortiert, Mamageishvili kam aus der Distanz zum Abschluss – und wie! Der Ball schlug unhaltbar im Tor ein. Ausgerechnet der Zuspätkommer lachte in Minute 88 als Letzter – 1:0!

Die Grazer warfen noch einmal alles nach vorne, Stefan Hierländer legte in der Nachspielzeit sogar das 2:0 nach (90.+1). Doch der Jubel blieb gedämpft, weil aus Wien keine guten Nachrichten kamen. Die Austria schaffte die nötige Wende nicht – damit blieb Sturm trotz Sieg nur Rang zwei und das Ticket für die zweite Champions-League-Qualirunde.

Auch für Rapid gab es keinen Grund zum Feiern: Die Hütteldorfer verpassten das direkte internationale Ticket und müssen nun im Conference-League-Play-off-Finale nachsitzen.

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