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Speerwurf statt Bundesliga: Schmid kritisiert Hartberg

17.03.2026

Hartbergs Trainer Manfred Schmid war bei Skys "DAB" zu Gast und gab einen Einblick in die Welt des Fußballfelds des TSV. Von Bundesliga-tauglich kann keine Rede sein.

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Die Trainingsplätze von Hartberg sind frei verfügbar. Was eine nette Geste an die Community ist, macht es für den Verein - der immerhin im Meisterplayoff spielt - enorm schwierig. Während Jugendspieler bei anderen Vereinen im Luxus schwitzen, müssen Hartberg-Profis um ihre Knöchel fürchten.

"Wir haben einen oder eineinhalb Trainingsplätze, wo 3000 Schulkinder sind und Speer geworfen wird. Auch in unserem Stadion wird Speer geworfen", gab sich Manfred Schmid verzweifelt. Dadurch leidet natürlich der oft kritisierte Platz.

"Plötzlich ist eine Schulmannschaft am Platz"

Und weiter: "Es ist schwierig für die Platzarbeiter, es ist schwierig für die Mannschaft. Wenn man auf den Platz gehen will und plötzlich ist eine Schulmannschaft auf deinem Platz, der ohnehin schon schwierig zu bespielen ist." Das klingt nach vielem, aber nicht nach einem Verein, der das Geschäftsjahr 2024/25 mit einem Gewinn von 1,98 Mio. Euro abgeschlossen hat.

Auch Schmid leidet natürlich darunter, denn immerhin muss er mit der restlichen Liga konkurrieren. Nach dem sensationellen Einzug ins Meisterplayoff, sogar mit ausschließlich den Besten des Landes. "Manchmal ist es sehr, sehr schwierig für mich, weil unnötige Energie verloren geht. Mittlerweile habe ich gemerkt, dass es wenig Sinn macht, sich zu viel damit zu beschäftigen", so der 55-Jährige.

"Regionalliga hat bessere Verhältnisse"

Schritte werden gemacht, aber nur sehr kleine. "Wir haben vor Kurzem das erste Mal vier oder fünf Spinning-Räder bekommen. Die Jungs haben eine Riesenfreude damit." Doch Schmid warnte auch: "In jeder Regionalligamannschaft sind bessere Verhältnisse. Das ist ein großer Wettbewerbsnachteil."

Präsidentin Brigitte Annerl und auch der Sportliche Leiter Erich Korherr bekommen Lob vom Trainer ("Wir gehen gemeinsam in die richtige Richtung und wollen etwas verändern"), dennoch klingen die geschilderten Zustände nicht nach Profi-Fußball.