Nach Böller-Attacke

Georg Koch befürchtet Karriere-Aus

26.08.2008

Alles viel schlimmer! Kracher-Opfer Georg Koch droht die Sportinvalidität. Das ergab die Untersuchung im Hanusch-Krankenhaus.

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Am gestrigen Morgen schaute Georg Koch schon wieder beim Training vorbei. Doch an Mitmachen war noch nicht zu denken. Rapid-Coach Peter Pacult: „Er hatte noch Probleme mit dem Hören.“

Untersuchungen
Anschließend musste sich Koch im Hanusch-Krankenhaus Audiometrie- und Gehörgangsuntersuchungen unterziehen. Diagnose: Der Keeper leidet immer noch an einer Vertäubung des rechten Ohrs, hat Gleichgewichtsstörungen und einen Tinnitus – ein permanentes, schmerzhaftes Pochen im Ohr! Glück im Unglück: Koch erlitt keine Trommelfellverletzung, ein dauerhafter Hörschaden dürfte dem 36-jährigen Familienvater somit erspart bleiben.

Schock
Das war die gute Nachricht. Die schlechte: Er hat Gleichgewichtsprobleme. Koch nach der Untersuchung: "Ich habe immer noch ein lautes Pfeifen im rechten Ohr und verspüre extremen Druck. Bei der Gleichgewichtstests, die die Ärzte bei mir durchgeführt haben, bin ich immer wieder nach rechts umgekippt. Falls sich das nicht ändert, kann ich nicht mehr Fußball spielen. Die nächsten 14 Tage stehe ich weiter unter Beobachtung." Er befürchtet das Schlimmste.

Hinterhältiges Attentat
Georg Koch war auch gestern noch sichtlich gezeichnet von dem hinterhältigen Attentat eines Austria­Fanatikers: „Dieser Vorfall war ein Schock für mich. Ich habe in meiner Karriere schon viele hitzige Derbys absolviert, bin aber noch nie durch solche Aktionen von den gegnerischen Fans verletzt worden.

Erinnerungslücke
Und so erlebte der Rapid-Goalie Koch, der jetzt täglich Infusionen bekommt, die Böller-Attacke. Koch: "Nach unserem 1:0 hat ein Austria-Fan einen Knallkörper geworfen, der über meinen Kopf flog. Ich dachte, dass es ein bengalisches Feuer wäre. Danach kann ich mich nur an den Knall erinnern."

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