Abu Dhabi

Hicke holt Lindenberger in die Wüste

02.07.2009

Ex-Teamchef holt sich ehemaligen Team-Tormanntrainer zum FC Al Wahda.

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Josef Hickersberger und Klaus Lindenberger bilden in Zukunft wieder ein Fußball-"Team". Der frühere ÖFB-Nationaltrainer nimmt den früheren ÖFB-Tormanntrainer in die Vereinigten Arabische Emirate zum seinem FC Al Wahda mit. "Ich war mit der Leistung unserer Torleute und der Qualität des Trainings unter einem Ägypter nicht zufrieden", begründete Hickersberger die neuerliche Zusammenarbeit.

Erster Ansprechpartner
Der Niederösterreicher hatte die Scheichs in Abu Dhabi von einer Personaländerung überzeugt. Auf der Suche nach einem neuen Übungsleiter für die Keeper war er schnell fündig geworden. "Klaus war mit mir beim EM-Team und mein erster Ansprechpartner. Ich habe nicht gerechnet, dass er Ja sagen würde, weil er in Linz eine Firma hat", erzählte "Hicke" über den Ex-Torhüter, der mit ihm am 17. Juli nach Abu Dhabi fliegen und dort einen gut dotierten Einjahresvertrag unterschreiben wird.

Vorfreude
"Ich freue mich schon riesig auf die neue Herausforderung", meinte Lindenberger, der schon sehnsüchtig auf die Flugtickets, die ihm vom FC Wahda zugestellt werden, wartet und mit seiner Immobilien- und Reinigungsfirma in den nächsten Monaten mehr per Internet und Computer kommunizieren wird. Vom 22. Juli bis 16. August geht es schon wieder nach Europa, wo der Liga-Vierte der vorigen Saison ein Trainingslager aufschlagen wird.

Ligastart Ende September
Danach wird das Training in der Heimat zurückgefahren, da Hickersberger und Co. auf den Fastenmonat Ramadan (21. August bis 20. September) Rücksicht nehmen müssen. "Während dieser Zeit werden wir täglich nur einmal ab 22.00 Uhr trainieren", kündigte der 61-Jährige Cheftrainer an. Der Liga-Start, dem der seit Dezember am Golf tätige "Hicke" mit Zuversicht entgegenblickt, erfolgt am 23./24. September. Vor einem halben Jahr stieg er während der Saison ein, jetzt steht ihm eine Vorbereitungsperiode zur Verfügung.

Ziel Meistertitel
"Das Ziel muss in der Liga eine bessere Platzierung sein als der vierte Rang zuletzt. Ich war im Cupfinale und nun möchte ich meinen ersten Titel in den Emiraten", legte sich der frühere Teamchef fest. Und er verhehlte nicht, das ihm jener in der Meisterschaft am liebsten wäre. "Da ist die Prämie ungleich höher", sagte der neben Attila Sekerliouglu (FC Tema Youth/Ghana) derzeit einzige österreichische Trainer eines ausländischen Oberhaus-Vereins.

Um seine Ziele zu erreichen, wünscht sich der Feldherr, der Ende Mai zum insgesamt fünften Mal Opa wurde (Sohn Thomas, Co-Trainer von Erste-Liga-Aufsteiger Vienna, ist am 10. Juni zum dritten Mal Vater geworden), befindet sich noch auf der Suche nach einer ausländischen Angriffsspitze für den dritten Legionärsplatz. Klein Timo, wie der jüngste Hickersberger heißt, ist kein Kandidat. "Es muss ein Torjäger, ein Strafraumstürmer sein", sagte der Großvater.

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