Erste Niederlage

Frust nach Pleite: DAS passierte in der Bayern-Kabine

25.01.2026

Die erste Bundesliga-Niederlage der Saison hat beim FC Bayern ihre Spuren hinterlassen. 

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© AFP
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Nach dem überraschenden 1:2 im Derby gegen den FC Augsburg herrschte in der Kabine der Münchner spürbarer Frust – auch wenn es lautstark wurde dort niemand.

18 Spiele lang waren die Bayern in der Liga ungeschlagen geblieben, 16 Siege und zwei Remis hatten die Dominanz des Rekordmeisters unterstrichen. Am 19. Spieltag endete die Serie ausgerechnet in der heimischen Allianz Arena. Nach dem Schlusspfiff brauchten die Stars Zeit: Erst rund eine halbe Stunde später kamen die Spieler nach und nach aus der Heimkabine.

Nach BILD-Informationen blieb es dort ruhig, doch die Enttäuschung über die eigene Leistung saß tief. Besonders schmerzten die beiden Gegentore nach der eigenen Führung und der verpasste Ausgleich in der Nachspielzeit. Die Niederlage traf ein Team, das sich bis dahin kaum Schwächen erlaubt hatte.

Abwehrchef analysiert nüchtern

Abwehrchef Jonathan Tah beschrieb die Stimmung nüchtern. „Das macht ja jeder so ein bisschen mit sich selber aus. Es ist jetzt nicht so, dass irgendwer in der Kabine rumgeschrien hätte vor Wut“, erklärte der 29-Jährige. Entscheidend sei nun der Umgang mit dem Rückschlag: „Du musst Niederlagen akzeptieren, du musst daraus lernen. Das Wichtigste ist, wie du damit im nächsten Spiel umgehst.“

Auch Joshua Kimmich zeigte sich gefasst, wollte aber nichts beschönigen. „Das Spiel heute wird uns nicht in die Krise stürzen“, sagte der 30-Jährige. Gleichzeitig betonte er, dass die Reaktion stimmen müsse. „Jeder in der Kabine merkt, dass es harte Arbeit braucht, um immer am Top-Limit zu sein. Diese Arbeit müssen wir wieder reinstecken.“

Kimmich spricht Klartext

Der Ärger über die Pleite war dennoch deutlich spürbar. Nicht ein verpasster Rekord habe genervt, sondern die Niederlage an sich, stellte Kimmich klar: „Man hat es eben nicht gerne, dass man verliert. Man hat es auch nicht so gerne, dass der Gegner gewinnt.“

Viel Zeit zum Grübeln bleibt den Bayern nicht. In der Champions League wartet am 28. Januar PSV Eindhoven, drei Tage später geht es in der Liga gegen den HSV. Gut möglich, dass die nächsten Gegner einen besonders entschlossenen Rekordmeister erleben – mit der Wut aus der Augsburg-Pleite im Gepäck. 

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