Wie Abramovich

ManCity-Scheich muss Premier-League-Krösus verkaufen

10.05.2026

Bei Manchester City steht schon bald ein Machtwechsel bevor. Die britische Regierung könnte Scheich Mansour bin Zayed Al Nahyan dazu bringen, den Verein abzugeben. 

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Alarmstufe Rot bei den Skyblues in Manchester. Dem Eigentümer des Vereins, Scheich Mansour bin Zayed Al Nahyan, drohen seitens der britischen Regierung heftige Sanktionen, die dazu führen könnten, dass er das Team, welches er seit 2008 mit Investitionen in Millionenhöhe an die internationale Spitze geführt hatte, verkaufen muss.

Seit die Scheichs in Manchester übernommen haben, gewann man acht Mal die Premier League, drei FA-Cup-Titel, sieben League Cups und einmal die Champions League. Hintergrund sind allerdings nicht die mutmaßlichen Verstöße gegen das Financial Fairplay, wo in 115 Anklagepunkten Untersuchungen laufen, sondern seine Rolle in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Dort soll er beim Sudan-Konflikt mit den Emiraten stark involviert sein, wo laut Angaben von Hilfsorganisationen und der US-Regierung mindestens 150.000 Menschen getötet wurden.

Druck auf britische Regierung

Die Menschenrechtsorganisation FairSquare erhöht nun den Druck auf die britische Regierung von Keir Starmer. Laut einem Bericht von „The Athletic“ soll die Verwicklung von Mansour nun genauestens untersucht werden. Sogar der Vorwurf von Kriegsverbrechen steht im Raum, welche seitens der Emirate bestritten werden. Der Öl-Staat bekräftigt dabei sogar, keine Partei in diesem Konflikt zu sein.

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Allerdings hat es FairSquare auf die Funktion Mansours als Klub-Eigentümer in der Premier League abgesehen. Man fordert die Starmer-Regierung auf, den Scheich mit drastischen Sanktionen zu belegen. Die Organisation gab an, ihre Beschwerde direkt bei der Premier League und der neuen unabhängigen Fußball-Regulierungsbehörde eingereicht zu haben.

Ähnlich wie Abramowitch

Dabei wird auch auf die Rolle von Ex-Chelsea-Boss Roman Abramowitsch verwiesen, dessen Vermögen 2022 nach dem Einmarsch Russlands in der Ukraine eingefroren wurde und in weiterer Folge an den neuen Besitzer Todd Boehly verkauft wurde.

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Jede gegen Mansour verhängte Sanktion würde dazu führen, dass er den „Owners’ and Directors’ Test“ der Premier League nicht mehr besteht. The Athletic fügte hinzu, dass alle drei Parteien um eine Stellungnahme zu den Vorwürfen gebeten wurden, zum Zeitpunkt der Veröffentlichung jedoch keine Antwort vorlag. 

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