Europa League
Salzburg unter Zugzwang: Revanche gegen Basel muss her
21.01.2026Vor dem Heimduell mit dem FC Basel ist für Red Bull Salzburg die Play-off-Chance in der Europa League nur noch minimal. Am Spiel steht für die Truppe von Thomas Letsch am Donnerstag (21.00/live ServusTV, Sky) aber genug.
Schließlich hofft man, nach einem wackligen Herbst nun richtig durchzustarten und die Tabellenführung auch ins Ziel zu bringen. "Wir wollen die positive Stimmung aus der Vorbereitung auf den Platz bringen und mit einem Erfolgserlebnis starten", sagte Letsch.
Mit nur einem Sieg vier Punkte vom ominösen Strich entfernt, nimmt sich die EL-Tabellensituation für die Bullen fast aussichtslos aus. Zumal zum Abschluss am 29. Jänner in Birmingham das Duell mit dem aktuellen Tabellendritten der Premier League, Aston Villa, wartet. Ein Sieg über den regierenden Schweizer Meister Basel ist jedenfalls Pflicht, das ist auch den Salzburgern klar. "Erst dann wissen wir, ob wir vielleicht in Birmingham noch eine Art Endspiel ums Weiterkommen haben", betonte Letsch. "Wir denken nicht an die Tabelle."
Vorbereitung weckte Hoffnungen, Konate fraglich
Hoffnung macht nicht zuletzt eine durchaus gelungene Vorbereitung, die in der vergangenen Woche mit einem 2:0 über Roter Stern Belgrad zu Ende ging. "Unsere Vorbereitung war wirklich gut, wir gehen also gut gerüstet in die Begegnung", betonte Mittelfeldmann Mads Bidstrup. Letsch berichtete von "guter Stimmung" und einem "Miteinander", zugleich aber "guter Konkurrenzsituation auf fast jeder Position, das sorgt für eine Leistungsatmosphäre", stellte der Deutsche klar. Es sei folgerichtig der "klare Anspruch, dass wir das Spiel gewinnen".
Personell kann Letsch fast aus dem Vollen schöpfen, auch Rechtsverteidiger Stefan Lainer steht nach seinem Mittelhandbruch zumindest im Kader. Im Sturm allerdings stehe "ein großes Fragezeichen" hinter Karim Konate, der nach einer Erkrankung die Trainings am Dienstag und Mittwoch verpasste. "Er will den Viren trotzen", betonte Letsch und warb generell um Geduld mit dem Ivorer, der erst an seine einstige Form herangeführt werden müsse. "Er macht jetzt einen ganz anderen Eindruck. Aber ich bitte, nicht zu hohe Erwartungen an ihn zu haben."
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Basel hinkt in der Schweiz hinterher
Basel, bei dem Ex-Salzburger Flavius Daniliuc in der Innenverteidigung eine Schlüsselrolle einnimmt und das vom ehemaligen Altach-Coach Ludovic Magnin trainiert wird, musste sich zum Frühjahrsauftakt der Schweizer Liga am Sonntag zuhause mit einem 1:1 gegen Nachzügler Sion zufriedengeben. Bei zehn Punkten Rückstand auf Leader Thun wirkt die erfolgreiche Verteidigung des Meistertitels immer unwahrscheinlicher. Dabei waren die Basler nach der Jahrtausendwende lange die dominante Mannschaft. Von 2011 bis 2017 besaßen sie ein Meisterabo, ehe sie von den Young Boys als Vorzeigeteam abgelöst wurden.
"Mit den Baslern kommt ein Gegner auf uns zu, der viele Jahre in der Schweizer Liga dominant aufgetreten ist und nach einigen schwächeren Spielzeiten letzte Saison wieder die Meisterschaft errungen hat", meinte Letsch. "Unter Ludovic Magnin agieren sie mit einer doch eher erfahrenen Mannschaft in einem 4-3-3-System. Mit Xherdan Shaqiri verfügen sie über einen Topspieler, der im Mittelfeld oder auch an vorderster Linie flexibel spielen und den Unterschied ausmachen kann."
2014 ging Salzburg in Überzahl k.o.
Gewissermaßen hat Salzburg mit Basel auch noch eine Rechnung offen. 2014 ging man nach einem 0:0 in der Schweiz im EL-Achtelfinalrückspiel zuhause nach 1:0-Führung und rund 80 Minuten in Überzahl mit 1:2 k.o. Es war eine Partie mit großen Emotionen auf den Rängen wie am Feld. Weil Basel-Fans Gegenstände aufs Feld geworfen hatten, war die Partie in der ersten Hälfte 13 Minuten unterbrochen, Salzburg verlor prompt den Schwung. In der 54. Minute hätte zudem ein zweiter Schweizer Spieler eigentlich vom Platz müssen. Arlind Ajeti, Bruder des aktuellen Basel-Stürmers Albian, sah für seinen Kopfstoß gegen Alan aber nur Gelb.