Auf dem Weg zur WM

Ivanschitz fordert Siege gegen Kasachstan

08.10.2012

Knackpunkte könnten Chancenauswertung und Kunstrasen in Astana sein.

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Geht es nach Andreas Ivanschitz, dann darf Kasachstan auf dem Weg zur Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien nicht zum Stolperstein werden. Der Mainz-Legionär hofft in den beiden Spielen gegen die Nummer 147 der FIFA-Weltrangliste am Freitag in Astana und am darauffolgenden Dienstag in Wien auf sechs Punkte. "Wir werden die Kasachen sicher nicht unterschätzen und nehmen die Herausforderung an. Wir wollen zur WM, da darf uns Kasachstan nicht im Weg stehen."

Aus dem Vorjahr gelernt?
Vor genau einem Jahr reichte es für Ivanschitz und Co. in der Astana Arena in der EM-Qualifikation allerdings nur zu einem 0:0. "Das war damals ein eher schwächeres Spiel, aber wir hätten trotzdem gewinnen können", erinnerte sich der Burgenländer. Mit den Erkenntnissen des damaligen Kasachstan-Trips soll nun ein voller Erfolg herausschauen. "Wir wissen, was auf uns zukommt und wie wir mit den dortigen Gegebenheiten umgehen müssen", betonte der 28-Jährige.

Kunstrasen kommt Technikern entgegen
Laut Ivanschitz wird die Umstellung auf das Plastikgrün ein entscheidender Faktor sein. "Durch die vielen Trainings auf Kunstrasen in Bad Tatzmannsdorf haben wir die nötige Anpassungszeit, also gehe ich davon aus, dass es kein Problem sein wird." Aufgrund der technischen Überlegenheit könnte der Kunstrasen sogar zum Vorteil für Österreich werden, vermutete der Mittelfeldspieler und nannte die Unterschiede im Vergleich zu einem Match auf natürlichem Untergrund. "Man muss direkt auf den Fuß spielen und weniger in die Räume."

Ivanschitz fordert mehr Biss vor dem Tor
Ein weiterer Knackpunkt wird die Chancenauswertung sein, die bei der ÖFB-Auswahl gegen Deutschland zu wünschen übrig ließ. "Man kann das trainieren, es hängt aber auch mit der Bereitschaft zusammen, unbedingt das Tor machen zu wollen. Und man braucht auch das Quäntchen Glück."

Starke Leistungen bei Mainz
Fortuna war Ivanschitz auf Vereinsebene zuletzt wohlgesonnen. Aus den jüngsten vier Liga-Partien schauten für die Mainzer neun Punkte heraus - auch dank des Burgenländers, der es in dieser Saison bereits auf zwei Tore und drei Assists brachte. "Das ist fürs Selbstvertrauen wichtig. Ich fühle mich wohl und bin glücklich, aber noch glücklicher bin ich, dass wir jetzt beim Verein die nötige Ruhe haben."

Bei Mainz agiert Ivanschitz als klassischer Spielmacher, im Nationalteam war für ihn zumeist die Rolle am linken Flügel reserviert. "Aber das ist für mich überhaupt kein Problem, ich bin auch bei Mainz oft über links gekommen. Ich fühle mich auf beiden Positionen wohl."

Junuzovic in "neuer Welt"
Zlatko Junuzovic hingegen wirkt mit seinem Job im defensiven zentralen Mittelfeld bei Werder Bremen nicht wirklich glücklich. "Da muss man viel laufen und viele Löcher stopfen. Ein bisschen eigenartig ist es schon, weil ich immer absichern und hinten bleiben muss, wenn wir angreifen", sagte der 25-Jährige. Durch den Positionswechsel sei er in einer "neuen Welt", meinte der gelernte Offensivspieler. "Aber es ist immer wichtig, dass man etwas Neues dazulernt."

Generell läuft es für den Mittelfeldspieler bei Werder Bremen derzeit nicht nach Wunsch, schließlich wurden die vergangenen beiden Liga-Partien verloren. "Zuletzt beim 1:3 gegen Augsburg waren wir in der zweiten Hälfte wirklich schlecht. Aber wir werden wieder raufkommen", erklärte Junuzovic.

Bremen-Kicker warnt vor Kasachstan
In den kommenden Tagen schiebt der Ex-Austrianer die Sorgen bei seinem Club ohnehin beiseite und konzentriert sich voll und ganz auf das Kasachstan-Doppel. "Wir wollen sechs Punkte und wissen, dass wir das schaffen können." Optimismus schöpft Junuzovic nicht nur, aber auch aus der guten Leistung gegen Deutschland. "Das war keine Eintagsfliege, denn schon davor haben wir gute Spiele abgeliefert." Allerdings warnte Junuzovic davor, die Kasachen zu unterschätzen. "Vielleicht gehen wir als Favorit ins Spiel, doch heutzutage gibt es keine leichten Gegner mehr."

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