Aufstieg verpasst

Leipzig: Ehrenrunde für Pacults Bullen

14.05.2012

Auch im zweiten Regionalliga-Jahr wurde der Aufstieg verpasst.

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Bereits vor der letzten Runde hat das von Peter Pacult betreute Red-Bull-Projekt RasenSport Leipzig alle Chancen auf den Aufstieg in die dritte Liga verspielt. Die Leipzig-Elf spielt in der letzten Runde der Regionalliga Nord nur noch eine Nebenrolle, könnte mit einem Punktegewinn dem Tabellenführer Hallescher FC aber immerhin noch den Aufstieg vermiesen.

Tormannfehler mit Folgen
Für RB Leipzig klappte es aber auch im zweiten Regionalliga-Jahr nicht mit dem erhofften Aufstieg. Das Team um die beiden Österreicher Roman Wallner und Niklas Hoheneder, sowie die Ex-Profis Tim Rost, Sebastian Heidinger und Pascal Borel konnte sich im Dreikampf mit Halle und Kiel nie entscheidend absetzen. Am vergangenen Samstag zerstörte schließlich ein Patzer von Goalie Borel beim 2:2 gegen den VfL Wolfsburg II die Aufstiegshoffnungen.

Perfekte Rahmenbedingungen
Während die Mannschaft scheinbar noch nicht reif für den professionellen Fußball ist, sind die Rahmenbedingungen schon jetzt bundesligatauglich und die Investitionen langfristig ausgerichtet. Im vergangenen Sommer wurde der erste Teil der insgesamt 30 Millionen teuren Trainingsanlage eröffnet, zudem sicherte sich Mateschitz die Namensrechte der für die Fußball-WM 2006 erbauten Arena für 30 Jahre.

Pacult "nicht unzufrieden"
Bislang zeigte sich der Red-Bull-Gründer in Leipzig überhaupt sehr großzügig: Der sportlichen Leitung um Wolfgang Loos steht ein Etat von mehr als sieben Millionen Euro zur Verfügung. Trainer Pacult, der dritte Coach seit 2009, durfte im Winter seinen Kader mit Wallner und Hoheneder prominent verstärken, trotzdem reichte es nicht zum Aufstieg. „Neues Trainerteam, halbe neue Mannschaft – ich bin nicht unzufrieden. Auch wenn das ganz Große gefehlt hat“, beschönigt Pacult den verpassten Aufstieg.

Seinen Job dürfte der Wiener aber wohl trotzdem behalten, immerhin erreichte er mehr Punkte als Vorgänger Thomas Oral, sorgte mit dem Sieg im Pokal über die Profis aus Wolfsburg für den größten Erfolg der Vereinsgeschichte und hat zudem einen sehr guten Draht zu Geldgeber Mateschitz.

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