45 Mio. Euro

Baidoo: Teuerster ÖFB-Kicker nicht bei der WM?

01.04.2026

Pep Guardiola will ihn, aber Ralf Rangnick nicht? Samson Baidoo fiel dem großen Konkurrenzkampf in der ÖFB-Abwehr zum Opfer und könnte die WM verpassen, obwohl ihn halb Europa jagt.

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Der Innenverteidiger ist beim RC Lens gesetzt und obendrein einer der wichtigsten Spieler. Das wäre an sich schon eine Leistung. Doch der Blick auf die Tabelle der französischen Ligue 1 verrät erst, von welcher Größenordnung hier die Rede ist, denn der Klub aus dem 33-Einwohner-Städtchen ist mit einem Punkt Rückstand auf PSG der Zweitplatzierte.

Zuletzt fehlte der 22-Jährige wegen einer Oberschenkelverletzung, dabei wurde erneut sichtbar wie wichtig der Grazer für sein Team ist: In diesen acht Ligaspielen ließ Lens so viele Punkte liegen (ein Remis, drei Niederlagen) wie in den 17 Spielen davor mit Baidoo am Platz.

Baidoo hält bei nur einem Länderspiel

Nicht umsonst ist kein Geringerer als Manchester-City-Coach Guardiola hinter dem Ex-Bullen her. Und der Katalane ist dafür bekannt, sehr hohe Ansprüche an seine Verteidiger zu stellen, ÖFB-Kapitän David Alaba kann aus seiner Bayernzeit ein Lied davon singen.

Lens soll dem Vernehmen nach satte 45 Millionen Euro für die Dienste ihres Juwels verlangen, das erst im Sommer für acht Mio. Euro aus Salzburg kam. Damit würde er den bisherigen Transferrekord von Christoph Baumgartner von 27 Mio. Euro (Hoffenheim zu Leipzig) pulverisieren.

Und dennoch spielt Baidoo im Nationalteam keine Rolle. Sein einziger ÖFB-Einsatz datiert aus dem Jahr 2023, stattdessen spielt er meist bei der U21. Aufgrund seiner jüngsten Verletzung war er bei den Spielen gegen Ghana (5:1) und Südkorea (1:0) auch keine Option, der WM-Zug scheint somit abgefahren.

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Ersatz-Option Nummer vier

Ralf Rangnick betonte nach dem letzten Test, auch Spieler mit guter Form im Auge zu behalten und kaum ein Österreicher konnte Samson Baidoo in dieser Saison übertreffen. Die Verletzungssorgen von Alaba, Maximilian Wöber oder Gernot Trauner könnten Platz schaffen, doch selbst dann wäre der 22-Jährige wohl nur Option Nr. vier hinter Marco Friedl, David Affengruber und Michael Svoboda.

Womöglich fällt bei der großen Ansammlung an Talent im ÖFB-Team ausgerechnet der teuerste Österreicher aller Zeiten hinten über. Kurios.

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