WM-Vergabe

War Argentiniens Stimme gekauft?

06.12.2010

Katar soll argentinischem Verband 60 Mio Euro bezahlt haben.

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Nach der fragwürdigen Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaft 2022 an Katar sieht sich der unter Druck geratene Weltverband FIFA mit neuen Bestechungsvorwürfen konfrontiert. Doch der in die Schlagzeilen geratene Vizepräsident Julio Grondona hüllt sich in Schweigen. "Ich sage nichts dazu", erklärte der Argentinier. "Ich bin fast 80 Jahre alt. Ich will mich deshalb nicht mehr mit so etwas befassen."

US-Zeitung deckte auf
Die amerikanische Zeitung "The Wall Street Journal" hatte berichtet, dass ein ehemaliger Angestellter des Bewerbungskomitees von Katar empfohlen habe, dem Argentinischen Fußball-Verband AFA rund 60 Millionen Euro zu bezahlen. Grondona ist seit 1979 AFA-Präsident und sitzt im Exekutivkomitee des Weltverbandes, das die WM 2022 am vergangenen Donnerstag überraschend an Katar vergeben hatte. Er ist zudem seit vielen Jahren Chef der FIFA-Finanzkommission.

Überweisung nicht dementiert
Die Millionen-Tranche der Scheichs vom Persischen Golf sei als Unterstützung für den klammen argentinischen Verband deklariert gewesen, berichtete das "Wall Street Journal". Angeblich sei die nationale Liga von einer Finanzkrise bedroht gewesen. Dies wies Grondona zurück. "Warum sollte unser Verband eine Verschuldung in dieser Höhe aufweisen", sagte er der argentinischen Agentur Telam. Die Zahlung dementierte er indes nicht.

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