Regel-Zoff eskaliert
FIA plant Reform der Regelrevolution nach Shanghai
13.03.2026Die Formel 1 steht vor dem Grand Prix in China unter Hochspannung. Nach massiver Kritik von Weltmeister Max Verstappen und seinen Kollegen prüft die FIA nun eine schnelle Kurskorrektur.
Die Debatte um den fehlenden Spaßfaktor der neuen Motorenformel führt bereits vor dem zweiten Rennwochenende in Shanghai (Sonntag, 8:00 Uhr MEZ/live ORF 1 & Sport24-Liveticker) zu Reaktionen der Regelwächter. FIA-Direktor Nikolas Tombazis erklärte gegenüber Medien, dass man noch ein paar Asse im Ärmel habe, um auf die Kritik der Fahrer einzugehen. Diese Maßnahmen sollen direkt nach dem Rennen in China mit den Teams besprochen werden.
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Kritik am Mario-Kart-Feeling
Besonders Max Verstappen führt die Fraktion der Nörgler an und verglich die aktuelle Situation mehrfach mit dem Videospiel Mario Kart. Der Niederländer kritisiert, dass der Fahrer weniger Unterschied machen kann, da das Energiemanagement der Batterie im Vordergrund steht. Laut Verstappen gibt es einfache Lösungen, die er bereits mit den Regelhütern diskutiert hat, um den Sport und das Renngeschehen wieder zu verbessern.
Herausforderung für Piloten schwindet
Auch Routinier Fernando Alonso spart nicht mit deutlichen Worten und sieht die DNA des Sports gefährdet. Früher forderten Kurven die Grenzen der Physik und den Mut der Fahrer heraus, heute werden diese Abschnitte laut Alonso oft nur noch zum Laden der Batterie genutzt. Lando Norris pflichtete ihm bei und erklärte, dass dieser erzwungene Fahrstil nicht das sei, was die Piloten von Kindesbeinen an gelernt hätten.
Sicherheit und künstlicher Schub
Neben dem Fahrspaß rückt die Sicherheit in den Fokus, da massive Geschwindigkeitsunterschiede durch den Elektro-Schub zu gefährlichen Situationen führen können. Carlos Sainz bezeichnete den bis zu 60 km/h schnellen Zusatzschub als zu künstlich. Erste Anpassungen, wie eine Verringerung des maximalen Elektro-Schubs, könnten laut Tombazis bereits beim nächsten Rennen in Japan Ende März umgesetzt werden.