Meilenstein
Premiere: Nico Hülkenberg (38) schafft Formel-1-Rekord im Audi
29.03.2026Nico Hülkenberg sorgte beim Großen Preis von Japan für einen Topspeed-Rekord im Audi, doch am Ende blieb der 38-Jährige ohne Punkte. Ein schwacher Start verhinderte ein besseres Ergebnis in Suzuka.
Trotz eines kleinen Meilensteins für das neue Audi-Werksteam herrscht bei Nico Hülkenberg nach dem Rennen in Japan Frust. Der Deutsche erreichte mit 350 km/h den höchsten Topspeed aller Fahrer, blieb als Elfter aber zum zweiten Mal in Folge denkbar knapp hinter den Punkterängen zurück.
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Das Rennwochenende hatte für die Ingolstädter eigentlich vielversprechend begonnen, doch am Ende reichte es nach Startplatz 13 nicht für Zählbares. Hülkenberg lag im Ziel nur eine Sekunde hinter Esteban Ocon im Haas.
Start-Desaster verhindert Aufholjagd
Bereits kurz nach dem Erlöschen der Ampeln begannen die Probleme für den Audi-Piloten. Hülkenberg verlor am Start gleich sechs Plätze und fiel von Rang 13 auf Position 19 zurück, direkt hinter Sergio Perez im Cadillac. „Wir hatten ein gutes Tempo und realistische Chancen auf Punkte, aber unser Rennen wurde durch einen schlechten Start beeinträchtigt. Die Verbesserung unserer Rennstarts ist etwas, worauf wir uns als Team konzentrieren müssen“, bilanzierte Hülkenberg kritisch. Durch den frühen Rückfall steckte er lange im Verkehr fest, was seine Möglichkeiten zur Aufholjagd stark einschränkte.
Schwierige Dynamik im Feld
Hülkenberg kämpfte sich zwar Stück für Stück nach vorne und profitierte auch von einer Safety-Car-Phase während seines Boxenstopps, doch die Charakteristik der aktuellen Fahrzeuge machte ihm zu schaffen. Vor allem das Energiemanagement und die Überholdynamik sieht der Deutsche kritisch: „Man kann überholen, ist danach aber sofort wieder angreifbar. Es ist ein Kompromiss.“ Besonders die erste Runde ärgerte ihn massiv, da der Zeitverlust im dichten Mittelfeld kaum wettzumachen war.
Lange Pause bis Miami
Nach den schwierigen Rennen in China und Australien, wo er wegen eines technischen Defekts gar nicht starten konnte, blickt das Team nun auf die kommenden Wochen. Da die Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien aufgrund des Iran-Krieges ausfallen, findet der nächste Grand Prix erst am Sonntag, 3. Mai, in Miami statt. Hülkenberg sieht darin eine Chance für das Team: „Positiv ist, dass wir das Rennen beendet und viele Daten gesammelt haben. Es gibt viel zu analysieren. Jetzt haben wir Zeit, uns zu verbessern und stärker zurückzukommen.“