Vor Ferrari-Duo

Russell gewinnt spannenden Sprint in China

Der Mercedes-Pilot setzte sich knapp vor Leclerc und Hamilton durch.

Shanghai. Melbourne-Sieger George Russell hat den ersten Sprint der Formel-1-Saison in China gewonnen, dabei aber hart um den Erfolg kämpfen müssen. Der Mercedes-Pilot setzte sich in Shanghai in einem ereignisreichen Rennen über 100 km knapp vor dem Ferrari-Duo Charles Leclerc (+0,674 Sek.) und Lewis Hamilton (+2,554) durch. Das Qualifying am Samstag findet um 8.00 Uhr MEZ statt, der zweite Grand Prix der Saison geht am Sonntag (8.00 Uhr MEZ/jeweils live ORF 1 und Sky) über die Bühne.

Mit seinem zweiten Sprint-Erfolg baute Russell seine WM-Führung aus. Der Brite liegt nun elf Punkte vor Leclerc und seinem Teamkollegen Kimi Antonelli, der sich hinter Titelverteidiger Lando Norris (McLaren) mit dem fünften Platz begnügen musste. Der von Position acht ins Rennen gegangene Red-Bull-Star Max Verstappen verpasste als Neunter nach Problemen beim Start die Punkteränge.

Russell lobte Hamilton

"Es war ein ziemlicher Spaß am Ende", analysierte Russell den ersten von sechs Sprints in diesem Jahr. Seinen Landsmann Hamilton lobte der WM-Favorit nach mehreren gegenseitigen Überholmanövern in den ersten Runden. "Er hat einen sehr guten Job gemacht. Er hat 20 Jahre Erfahrung, da habe ich noch ein bisschen was zu lernen", betonte der 28-Jährige. Ferrari müsse man auch im Grand Prix auf der Rechnung haben. "Sie sind näher dran im Rennen. Wir müssen uns also noch etwas verbessern."

Hamilton, der im China-Sprint 2025 das einzige Mal im Vorjahr zum Sieg gefahren war, sprach von einem "engen Kampf" und bedankte sich bei seinem Team für das konkurrenzfähige Auto. Leclerc war "ganz zufrieden" mit dem Rennen. "Unsere Rennpace ist besser als die im Qualifying", sagte der von Platz sechs ins Rennen gegangene Monegasse.

Ferrari beim Start überlegen

Wie schon beim Auftakt in die neue Formel-1-Ära in Australien war Ferrari in der Startphase überlegen. Der von Position vier gestartete Hamilton übernahm noch in der ersten Runde die Führung von Russell und lieferte sich in der Folge mehrere Duelle mit dem WM-Leader. Antonelli und Verstappen fielen von den Startplätzen zwei und acht hingegen weit zurück. Nach einem actionreichen Beginn setzte sich Russell nach 6 von 19 Runden von den Ferraris ab. Dahinter schloss Antonelli, der nach einer selbst verschuldeten Kollision mit Isack Hadjar im zweiten Red Bull eine Zehn-Sekunden-Strafe kassierte, zum im Kampf befindlichen Scuderia-Duo auf.

In der 13. Runde war die Mercedes-Doppelführung wiederhergestellt, doch der defekte Audi von Nico Hülkenberg sorgte unmittelbar danach für eine Safety-Car-Phase. Antonelli saß seine Strafe beim Boxenstopp ab und fiel auf Platz sieben zurück, auch Russell sowie die Ferrari- und McLaren-Piloten wechselten ihre Reifen. Beim Restart fuhr Russell seinen Verfolgern ohne Probleme davon. Antonelli betrieb mit Rang fünf im weiter tonangebenden Mercedes noch Schadensbegrenzung, Verstappen blieb als zwischenzeitlich 20. nach einer Aufholjagd ohne Punkte.

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