F1-Star Stinksauer

Verstappen schießt gegen Formel 1 - und erwägt Ausstieg

12.02.2026

Max Verstappen ist kein Mann der kargen Worte, vor allem wenn ihm etwas nicht passt. Und dieser Ausdruck ist definitiv untertrieben, denn bei einem Medientermin schoss der Niederländer scharf gegen die Formel 1 und deren neue Boliden und Reglements.

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© Getty Images
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Im Interview mit "Sky" hielt sich der 28-Jährige nicht zurück. Verstappen rechnete beinhart mit den Veränderungen zur neuen Saison ab und sprach sogar offen von einem Ausstieg aus der Formel 1!

Besonders angesprochen auf das Fahrgefühl und ob es Spaß mache, schmiess Verstappen die Nerven weg: "Nein, nein, eigentlich gar nicht. Das macht gar keinen Spaß, zu fahren. Ja, was muss ich da eigentlich drüber sagen?" Sein Vergleich: "Das ist ein wenig wie Formel E auf Steroiden. Das ist nicht mehr das originale Formel-1-Gefühl."

Verstappen spricht über F1-Ende

Besonders ging es ihm dabei ums geplante Energiesparen, das unter anderem durch langsamere Kurven erreicht werden soll. Was schon in der Theorie nicht nach Formel 1 klingt, brachte auch den Niederländer auf die Palme. Absichtlich langsamer fahren entspricht nicht dem Rennfahrer-Instinkt.

Generell ist der Fokus laut ihm zu sehr auf der Energiegewinnung und zu wenig auf dem, was Fans und Fahrer wollen: Tempo!

Am 8. März geht es in Australien mit der neuen Saison los. Verstappen freut sich wohl nur wenig: "Wenn das Fahren keinen Spaß macht, denkt man über Alternativen nach. Wenn man schon alles gewonnen hat, bieten sich viele andere spannende Dinge an, die man machen könnte." Das aktuelle Reglement hilft laut Verstappen nicht um "noch viel länger weiterzumachen". Eine Ansage.

"Egal, wenn nicht jeder die Aussagen gut findet"

Als vierfacher F1-Weltmeister hat er bereits einiges gewonnen, doch für einen zeitnahen Ausstieg steigt Verstappen, so ungern er es auch macht, auf die Bremse. "Ich fahre weiterhin mit Leidenschaft. Aber mir ist es egal, wenn nicht jeder meine Aussagen gut findet."

Die Verantwortlichen der Formel 1 waren laut "Bild" wenig erfreut und suchten das Gespräch. Der niederländische Schuss vor den Bug scheint seine Wirkung nicht verfehlt zu haben.