MotoGP in Austin
Marc Márquez jagt 100. Sieg im Texas-Wohnzimmer
27.03.2026Marc Márquez und der Circuit of the Americas – das ist eine Liebesgeschichte der Sonderklasse. Beim amtierenden Champion stehen alle Zeichen auf Jubiläum, denn in Texas könnte der 100. Grand-Prix-Sieg folgen.
Kein Zweiradakrobat kommt mit dem Circuit of the Americas besser zurecht als Marc Márquez. Für den amtierenden Champion wäre der texanische Linkskurs am Sonntag (22:00 Uhr/live ServusTV) wohl auch der perfekte Schauplatz, um seinen 100. Grand-Prix-Sieg einzufahren. Bei bisher zwölf Austragungen in Austin triumphierte der Katalane bereits sieben Mal, was ihn zum unangefochtenen Hausherrn macht.
Aprilia-Walze rollt durch die WM
Die Anfangsphase der Weltmeisterschaft 2026 steht jedoch ganz im Zeichen von Aprilia. Der italienische Hersteller holte in den ersten zwei Rennen vier Podestplätze, wobei Werkspilot Marco Bezzecchi saisonübergreifend in Brasilien seinen vierten Sieg in Serie feierte. ServusTV-Experte Gustl Auinger zeigt sich von der aktuellen Dominanz überrascht: "Dass sich Aprilia in einer guten Entwicklungsphase befindet, wusste man. Diese Dominanz ist aber doch ein bisschen überraschend." Besonders das Paket rund um Bezzecchi, Jorge Martín und den jungen Ai Ogura scheint derzeit unschlagbar.
Márquez mit neuem Weitblick
Obwohl Márquez in Texas als Favorit gilt, gibt er sich aufgrund seines Fitnesszustandes verhalten. Auinger beobachtet bei ihm eine neue Reife: "In der Blüte seiner Jugend hat sich Marc unverwundbar gefühlt. Heute zeigt er mehr Weitblick und merkt, wo das Limit liegt." Dass die Konkurrenz nähergerückt ist, liegt auch an der technischen Entwicklung. Während Ducati als Frontrunner laut Auinger kaum noch Spielraum hat, ist Aprilia beim Topspeed inzwischen das Maß der Dinge.
Sorgenkinder aus Österreich und Japan
Die japanischen Marken sowie der oberösterreichische Rennstall KTM haben am Wochenende wohl einen schweren Stand. In Brasilien fehlte KTM laut Experten-Analyse das Gefühl für die Front, was auf den langen Geraden in Austin zum Problem werden könnte:
Währenddessen herrscht bei Vorjahressieger Francesco Bagnaia (Ducati) Ernüchterung, während die rot-weiß-rote Hoffnung Leo Rammerstorfer in der Moto3 aufzeigen will.