Glück im Unglück
Steiner wird Karriere fortsetzen
Der Schock war auch am Tag danach noch nicht ganz verdaut. Eine 196 kg schwere Hantel hatte Deutschlands Gewichtheber-Helden Matthias Steiner am Dienstagabend in London bei seinem Kampf um eine Olympia-Medaille im Nacken getroffen. Steiner taumelte, er fiel - aber er stand selbstständig wieder auf. Der gebürtige Niederösterreicher kann und wird seine Karriere fortsetzen. "Es gibt keinen Grund aufzuhören. Die Schmerzen sind stärker als die Diagnose ist", so Steiner.
Schmerzen, aber keine schweren Verletzungen
Steiner war noch während des Bewerbes im Superschwergewicht ins Krankenhaus gebracht worden. Bei einer MRT-Untersuchung wurden Verletzungen an der Wirbelsäule ausgeschlossen, am Mittwoch in der Früh war Steiner noch einmal im Spital - Kernspintomographie. Ergebnis: eine Bandverletzung an der Halswirbelsäule, eine Prellung des Brustbeins und eine Muskelzerrung im Bereich der Brustwirbelsäule. "Die Ärzte haben aber nichts Akutes gefunden", beruhigte Deutschlands Bundestrainer Frank Mantek. "Er hat keine Ausfälle. Aber er hat Schmerzen, ihm tut alles weh." Schwellungen hatten auf gröbere Muskelverletzungen hingedeutet.