1 Monat vor Start

Olympia-Chaos: IOC spricht über Ausschluss der USA

15.01.2026

Weniger als einen Monat vor dem Start droht bei den Olympischen Spielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo das totale Chaos.

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Am 6. Februar werden die 25. Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d"Ampezzo im legendären Giuseppe Meazza Stadion offiziell eröffnet. Doch schon davor herrscht jede Menge Chaos. Einerseits steht die viel zu spät fertiggestellte Eishockey-Halle in der Kritik, andererseits fordern Politiker aus einer großen Nation nun auch noch den Ausschluss der USA von den Spielen.

Eigentlich sollten in Italien die NHL-Stars ihr großes Comeback im Zeichen der fünf Ringe feiern. Doch nachdem es beim Bau der neuen Eishalle zu Verzögerungen kam, gab es erst vor wenigen Tagen den ersten Testlauf. Danach hagelte es Kritik, die Eisfläche sei zu klein, sogar ein Boykott der NHL-Stars steht immer noch im Raum.

Doch möglicherweise könnte es noch schlimmer werden, denn britische Parteien haben sich an das Internationale Olympische Komitee (IOC) gewandt, um einen Ausschluss der USA zu fordern. Nach dem US-Angriff auf Venezuela und der unsicheren Lage rund um Grönland haben einige Parteien einen Ausschluss des Gastgebers der kommenden Olympischen Sommerspiele 2028 in Los Angeles gefordert.

Sanktionen gegen USA?

Auch die Ausrichtung der Weltmeisterschaft im Sommer und die Teilnahme der USA in diesem Winter wurden verlangt, solange "eine eindeutige Einhaltung des Völkerrechts und die Achtung der Souveränität anderer Nationen" nicht nachgewiesen wird.

Mittlerweile hat das IOC allerdings reagiert und klargestellt, dass ein Ausschluss der USA nicht in Frage kommt. Laut BBC heißt es in einer offiziellen Stellungnahme: "Als globale Organisation muss das IOC mit einer komplexen Realität umgehen. Das IOC muss sich mit dem aktuellen politischen Kontext und den jüngsten Entwicklungen in der Welt auseinandersetzen. Die Fähigkeit, Athleten zusammenzubringen, egal woher sie kommen, ist grundlegend für die Zukunft eines wertebasierten, wahrhaft globalen Sports, der der Welt Hoffnung geben kann. Aus diesem Grund kann sich das IOC nicht direkt in politische Angelegenheiten oder Konflikte zwischen Ländern einmischen, da diese nicht in seinen Zuständigkeitsbereich fallen. Dies ist Politik."

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Mit dieser klaren Ansage steht fest, dass zumindest die Athleten nicht betroffen sein werden. Wie es aber mit den Spielen in LA übernächsten Sommer weitergeht und ob die politische Lage Konsequenzen haben könnte, dazu hat das IOC noch nicht Stellung bezogen.

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