Sonntag-Höhepunkt

Abfahrts-Wahnsinn: ÖSV-Blechpech bei Vonn-Drama

08.02.2026

Überschattet vom Horrorsturz von Lindsey Vonn verpassten die ÖSV-Damen bei der Olympia-Abfahrt in Cortina eine Medaille. Conny Hütter wurde Ex-aequo-Vierte. Über Gold jubelt Weltmeisterin Breezy Johnson (USA) vor Emma Aicher (GER/+0,04) und Sofia Goggia (ITA/+0,59).

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Was für ein Abfahrts-Wahnsinn auf der Tofana: Mit Startnummer 2 setzte sich Ariane Rädler an die Spitze und musste bei der nächsten Läuferin zittern. Doch Lokalmatadorin Federica Brignone blieb 9 Hundertstel hinter der ÖSV-Rennläuferin.

Gold-Johnson 104 Zentimeter vor Aicher

Aber dann eröffnete Saalbach-Weltmeisterin Breezy Johnson eine neue Zeitrechnung. An die 1:36,10 der 30-jährigen US-Rennläuferin kam die Deutsche Emma Aicher bis auf vier Hundertstel bzw. 1,04 Meter heran.

Conny Hütter konnte mit 86 Hundertstel Rückstand nicht in die Medaillen-Entscheidung eingreifen. 

 

Vonn-Drama überschattete alles

Dann das Drama um Lindsey Vonn: Mit Startnummer 13 legte die verletzte US-Rennläuferin mit gerissenem Kreuzband los. Trotz Spezialschiene passiert das, vor dem Ärzte und Vonn-Kritiker geraten hatten: Nach 12 Fahrsekunden bleibt Vonn mit der Hand bei einem Tor hängen, überschlägt sich mehrmals. Die Bindungen gehen nicht auf. Vonn bleibt schreiend liegen. Hilfskräfte kümmern sich um die 41-Jährige. Der Rettungshelikopter landet und transportiert die Verletzte ab. 

Gleich nach der langen Vonn-Unterbrechung muss Mirjam Puchner raus - und verpasste mit 1,86 Sekunden Rückstand die Top 10. 

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Hütter ärgert sich über verpasste Bronzemedaille

Conny Hütter ärgerte sich nach ihrer letzten Olympia-Abfahrt über "Blech": "Gold und Silber waren außer Reichweite, aber ohne den Fehler hätte ich gegen Goggia um Bronze gekämpft ...". So blieb nur "Blech", ex aequo mit US-Rennläuferin Jaqueline Wiles. Für Rädler blieb Platz 8, Puchner wurde Ex-Aequo-Elfte.

Ortieb überstand Sturz unverletzt

Nina Ortlieb stürzte, stand aber gleich wieder auf und meinte: "Ärgerlich und unnötig. Ich bin in letzter Zeit einfach zu oft im Schnee gelegen." Sie habe im Kampf um eine Medaille alles riskiert: "Wenn man sich am Risiko bewegt, passieren leider auch Fehler." Zum Vonn-Drama meinte die selbst 25 Mal operierte ÖSV-Rennläuferin: "Das ist nicht das Ende, das sie verdient hätte."

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Mit Moreno Grande aus Andorra verletzte sich eine weitere Rennläuferin nach einem schlimmen Sturz am Tofana-Sprung schwer.   

Johnson, die Sensations-Weltmeisterin von Saalbach 2025, ist jetzt auch Olympiasiegerin. Auf ihren ersten Weltcupsieg wartet die 30-Jährige noch immer.