Marschroute

Boss-Ansage: Olympia in Österreich?

21.02.2026

Die ersten Olympischen Spiele in der Nachbarschaft seit 20 Jahren haben die obersten heimischen Sportfunktionäre bestärkt, auch Österreich als Austragungsstätte von Sport-Großveranstaltungen wieder vermehrt ins Spiel zu bringen. 

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ÖOC-Präsident Horst Nussbaumer will zunächst Nachwuchs-Events an Land ziehen und sich damit auf künftige Weltmeisterschaften vorbereiten, die letztlich in einer Olympia-Bewerbung gipfeln sollen. Realistisch ist frühestens 2046.

Nussbaumer, als Ruderer dreimal aktiver Olympia-Teilnehmer, hat seine ersten Olympischen Spiele als Chef des Österreichischen Olympischen Komitees absolviert und war begeistert, "wie hoch Österreich im Wintersport als Global Player angesehen ist". Der Oberösterreicher fand lobende Worte für die Organisatoren, künftig soll auch Österreich vermehrt wieder in diese Rolle schlüpfen.

Langsam auf Großes vorbereiten

ÖOC, Sport Austria und die Regierung wollen "eine Strategie für Großveranstaltungen" erstellen, offenbarte Nussbaumer am Samstag in Cortina. Um sich auf Bewerbungen für absolute Top-Events vorzubereiten, will der ÖOC-Chef den Weg über den Nachwuchs gehen. "Wir sollten uns ein Profil geben, Nachwuchsveranstaltungen auf europäischem und globalen Niveau zu veranstalten", sagte Nussbaumer und nannte das Europäische Olympische Jugendfestival als Beispiel. "Man würde Kommunen abholen und nicht überfordern, Ehrenamtliche begeistern. Es wäre ein Weg, Österreich langsam darauf vorzubereiten, dass wir das können. On top kann man dann Weltmeisterschaften und Olympische Spiele angehen", sagte er.

Olympische Spiele sind für die nächsten acht Jahre vergeben. 2028 sind die Sommerspiele in Los Angeles, 2032 in Brisbane, die Winterspiele 2030 sind an die französischen Alpen und 2034 an Salt Lake City vergeben. Realistisch wären Spiele in Österreich frühestens 2046. "Wenn ich in 20 Jahren Olympische Spiele machen will, würd' ich mit der Jugend beginnen, um sagen zu können, ich kann es", betonte Nussbaumer.