Die Salzburgerin Anna Andexer hat zum Abschluss der Biathlon-Bewerbe in Antholz im Massenstart wie auch schon im Sprint Rang neun belegt.
Für Ex-Weltmeisterin Lisa Hauser endete ein verkorkstes Saisonhighlight am Samstag nach fünf Strafrunden mit dem enttäuschenden 26. Platz. Die Französinnen feierten im Schneetreiben durch Oceane Michelon vor Julia Simon (+6,6 Sek.) einen Doppelsieg. Bronze holte überraschend die Tschechin Tereza Vobornikova (+7,4).
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Olympia-Debütantin Andexer blieb in den zwei Liegendschießen makellos und hielt damit Kontakt mit dem Spitzenfeld. Ein Fehler beim ersten Stehendschießen warf sie etwas zurück, fünf Treffer beim finalen Anschlag sicherten der 23-Jährigen aber doch noch ein erneutes Top-Ten-Resultat. Im Ziel fehlten ihr nach 12,5 Kilometern 59,2 Sekunden auf Michelon, die im Sprint Silber erobert hatte. "Ich bin megazufrieden, weiß gar nicht, was ich sagen soll", kommentierte Andexer ihre Leistung im ORF. "Mein zweiter Massenstart und der erste bei Olympia, es freut mich wahnsinnig, dass sich wieder ein Top-Ten-Ergebnis ausgegangen ist. Was will ich mehr?"
Hauser wäre gern gleich "abgebogen"
Die ebenfalls 23-jährige Michelon gewann trotz zweier Strafrunden vor Einzel-Olympiasiegerin Simon (1 Schießfehler), auch die im Weltcup noch nie am Podest gelandete Vobornikova verzeichnete einen Fehlschuss. Lokalmatadorin Dorothea Wierer verpasste im letzten Rennen ihrer Erfolgslaufbahn als Fünfte eine Medaille nur knapp.
Hauser hingegen schoss sich gleich beim ersten Anschlag mit drei Fehlern aus dem Rennen um Spitzenplätze. Die Tirolerin landete wie die Deutsche Franziska Preuß als 28. im hintersten Teil des Feldes. "Mit drei (Fehlschüssen, Anm.) reinstarten, da war das Rennen eigentlich vorbei", erklärte Hauser. "Eigentlich wäre ich gern gleich nach dem Schießstand irgendwo abgebogen, aber ich habe mich dann durchgekämpft."
Auch Preuß, die Gesamtweltcupsiegerin des Vorjahres, konnte in ihrem letzten Karriererennen das Ruder für die deutschen Biathletinnen und Biathleten nicht mehr herumreißen. Lediglich eine Bronze-Medaille vom Auftakt in der Mixed-Staffel blieb für die in der Vergangenheit erfolgsverwöhnte Sparte stehen. Das ist die schwächste Olympia-Ausbeute seit der deutschen Wiedervereinigung.